In Dresden stinkt's zum Himmel: Ganze Stadt rätselt über üblen Geruch
Dresden - In Dresden stinkt's zum Himmel! Seit Tagen breitet sich über der sächsischen Landeshauptstadt ein übler Gestank aus. Doch keiner will wissen, woran es liegt.
Der Geruch macht sich von Pieschen über die Seevorstadt bis in die Johannstadt breit. Überall halten sich die Dresdner wegen des fauligen Gestanks die Nase zu.
Ist es Biomüll? Steigt der Geruch aus der Kanalisation? Es ist sehr unwahrscheinlich, "dass die Geruchswahrnehmungen überhaupt aus der Kanalisation stammen", erklärt Torsten Fiedler von der Stadtentwässerung Dresden.
Zwar könnten längere Trockenperioden Stoffwechselprozesse im Abwassernetz begünstigen und dadurch Gerüche verursachen. Doch dies sei laut Fiedler derzeit nicht der Fall.
Auch bei der Dresdner Feuerwehr seien zahlreiche Meldungen wegen der Geruchsbelästigung eingegangen. Doch auch Sprecher Michael Klahre konnte bislang keine Ursache benennen.
Er mutmaßte lediglich, dass die aktuelle Wetterlage für aufsteigende Dämpfe sorgen könnte.
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Keiner weiß, wo der Gestank herkommt
Der Deutsche Wetterdienst erklärte auf TAG24-Nachfrage hingegen, dass die Wetterlage für eine länger anhaltende Geruchsbelästigung derzeit nicht begünstigend sei. "Die Ursache des Geruches ist von unserer Seite her nicht bekannt", hieß es auch hier.
Das Umweltamt Dresden konnte ebenfalls noch keine Erklärung liefern, es verwies an das Rathaus. Eine entsprechende Anfrage blieb von der Stadt bislang unbeantwortet.
So geht das Rätselraten um den muffigen Geruch in Dresden weiter.
Immerhin ist die sächsische Landeshauptstadt mit dem Geruchsproblem nicht allein. Auch in Friedrichshafen (Baden-Württemberg) wird seit Tagen nach der Ursache für "unangenehme Gerüche" gesucht. Dort hofft die Stadt darauf, den Ursprung der Geruchsbelästigung mithilfe der Bürger ausfindig machen zu können.
Über einen Online-Fragebogen können die Bürger dabei Hinweise zu Ort, Uhrzeit und Dauer der Geruchsbelästigung einreichen, schrieb die Stadt in einer Mitteilung vor wenigen Tagen.
Erstmeldung vom 26. August, 16.41 Uhr. Zuletzt aktualisiert um 16.59 Uhr.
Titelfoto: Bildmontage: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/ZB / 123rf/antonioguillem
