Klimmzüge statt rechter Parolen - Hochland hofft auf Turn-Gerüste

Dresden - Vor wenigen Wochen machte das Schönfelder Hochland mit der rechtsextremen "Hochlandjugend" (HJ) von sich reden. Nun hat der Ortschaftsrat einen Antrag beschlossen, der die Jugendlichen zur Vernunft bringen könnte ...

Ortschaftsrat Carsten Thumernicht (47, Grüne) sieht Calisthenics-Anlagen als Alternativangebot.  © FOTOGRAFISCH Juliane Mostertz & Sven Claus

Oberbürgermeister Dirk Hilbert (54, FDP) soll die Errichtung mindestens einer Calisthenics-Anlage prüfen und umsetzen: eine Art Draußen-Fitnessstudio mit Klimmzugstangen, Turnringen, Hangelgerüst ... Laut Antrag könnte es mittelfristig sogar eine Anlage je Ortsteil geben. Und Schönfeld-Weißig hat 16 Ortsteile!

"Wir haben Spielplätze, aber wenige Freiflächen für Jugendliche", erklärt Ortschaftsrat Carsten Thumernicht (47, Grüne).

Langeweile könne dazu beitragen, dass mancher auf den falschen Pfad gerät. "Calisthenics-Anlagen wären ein Alternativangebot", meint Thumernicht.

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Womöglich langweilen sich Jugendliche in der Ortschaft.  © Thomas Türpe
Die erste Calisthenics-Anlage von Schönfeld-Weißig könnte im Ortsteil Gönnsdorf entstehen.  © Thomas Türpe

Sportanlagen sollen Extremismus verhindern

Machen Jugendliche im Hochland bald Klimmzüge an der frischen Luft?  © Steffen Füssel

Auf TAG24-Anfrage erklärt auch das Rathaus, dass "niedrigschwellige Sportanlagen im öffentlichen Raum" ein Baustein zur Extremismus-Prävention sein könnten - wie eben die geplanten Calisthenics-Anlagen im Hochland.

Doch erst einmal müssen die entsprechenden Gelder in den Haushalt eingestellt werden - die Ortschaft will 40.000 Euro bereitstellen.

Frühestens Ende 2027 könnte eine Anlage im Ortsteil Gönnsdorf gebaut werden. "Wenn die gut angenommen wird, würden wir über weitere Anlagen nachdenken", so der Grünen-Politiker. "Man kann da auch pragmatisch herangehen und die Spielplätze wenigstens mit Klimmzugstangen ausstatten."

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