Dresden - Wer kann schon von sich behaupten, dass er mit den Toten Hosen gespielt hat? Er kann's - der Dresdner Gymnasiast Emil Pfitzner (12). Bei der Warm-up-Party am Penck-Hotel (Ostra-Allee) kam überraschend die Düsseldorfer Punkband vorbei. Als Emil den Song "Hier kommt Alex" auf seiner E-Gitarre performte, stimmten die Hosen-Stars spontan mit ein.
"Ich wusste zuerst gar nicht, was ich machen sollte. Ich war total überrascht. Erst setzte sich Ritchie ans Schlagzeug, dann kam die ganze Band mit Campino dazu", erzählt Emil.
"Es war total großartig, ich kann es noch immer gar nicht so richtig fassen." Es war Emils erster Auftritt als "ComicShaker" - vor etwa 70 bis 80 Zuschauern und Hotelgästen.
"Seit über drei Jahren spiele ich E-Gitarre. Einmal in der Woche nehme ich Unterricht in einer Musikschule", erzählt Emil, dessen Mama die Liebe zur E-Gitarre und Geige mit in die Familie brachte.
"Eigentlich spielt Emil jede freie Minute", lacht Vater Stephan Pfitzner, seit 2025 Manager des Penck-Hotels.
Hatte Holger John seine Finger im Spiel?
"Für einen Tag wollte ich aus dem Penck mal ein Punk-Hotel machen. Erst dachte ich nur an einen Auftritt von Emil, aber dann wurden acht Bands und ein Programm von 11 bis 17 Uhr draus", schmunzelt Pfitzner.
Galerist und Event-Profi Holger John, der im Hotel einige Kunstausstellungen etablierte, half unterstützend.
Angeblich hätten die Toten Hosen den Punk beim Zwinger-Spaziergang am Samstagvormittag von Weiten gehört und wollten sehen, was da am Hotel so passiert.
Kann aber durchaus sein, dass ein gewiefter Holger John den Überraschungsbesuch geschickt lanciert hat. Emil jedenfalls musste am Sonntag erstmal für die Schule Latein pauken, aber nebenher plant er schon mal die Gründung einer eigenen Band.
"Ein Freund von mir spielt Schlagzeug", beginnt vielleicht eine neue Erfolgsgeschichte.