Dresden - Das Schokoladenmuseum des Dresdner Unternehmens Camondas hat große Pläne.
Es will sich nicht nur flächenmäßig auf der Schloßstraße auf rund 500 Quadratmetern bis Sommer verdoppeln. Künftig sollen Besucher auch selbst Schokolade in historische Formen gießen können.
Ein Crowdfunding über 135.000 Euro soll eine Gesamtinvestition von rund 200.000 Euro ermöglichen.
"In unserem Museum haben wir rund 1300 historische Schokoladenformen im Bestand. Die meisten stammen aus der Fabrik von Anton Reiche, der ab 1870 auf der Bamberger Straße Formen herstellte, die er in 100 deutsche Städte und bis nach Übersee verkaufte", weiß Geschäftsführer Ivo Schaffer (52).
"Reiches Urenkelin Monika Tinhofer begann nach dem Zweiten Weltkrieg Schokoladenformen zusammenzutragen. Wiederum ihre Kinder stellen uns diese Sammlung seit 2019 als Dauerleihgabe zur Verfügung."
Museumserweiterung: Fische, Tannenzapfen, Autos und Kinder in Schoko-Form
Rund 800 Formen können aufgrund ihres Zustandes nur noch ausgestellt werden.
500 Formen sollen aber nach Jahren der Abstinenz endlich wieder mit Schokolade gefüllt werden: Osterhasen, Hühner, Elefanten, Fische, Tannenzapfen, Autos, Kinder, Herzen, sogar ein Fußballer findet sich unter den Formen.
"Wir wollen drei Doppel-Temperiermaschinen für sechs Schokoladensorten anschaffen. Allein eine Maschine kostet rund 25.000 Euro", erklärt Schaffer die Investitionskosten.
Im ersten Halbjahr soll die Museumserweiterung starten, im Sommer schon soll die erste Schokolade in alte Formen fließen.
Weitere Infos findet Ihr hier: camondas.de/Schokoladenmuseum.