Große Ehre für Dresdner Schauspieler Anton Petzold: Deutscher Film gewinnt in Venedig Kritikerpreis
Dresden/Venedig - Das erste Mal Venedig und gleich gewonnen - der Dresdner Schauspieler Anton Petzold (22) hat mit seinem neuen Film "Oase" bei den 83. Internationalen Filmfestspielen von Venedig (2. bis 12. September) eine Auszeichnung ergattert: den Grand Jury Prize - Bisato d'Oro 2026 der unabhängigen Kritiker.
"Oase" ist der Debütfilm des deutschen Regisseurs Jannis Lenz. Darin eskaliert ein Streit auf dem Schulhof, nachdem ein Video im Internet für Unruhe gesorgt hat.
Drei Jugendliche - Lukas (Florian Geißelmann), Andy (Anton Petzold) und Maja (Mathilda Smidt) -, die zunehmend unter dem Druck von Eltern, Lehrern und Mitschülern stehen, ziehen sich in einen Wald zurück.
Dort versuchen sie, sich eine eigene kleine Welt mit eigenen Regeln zu schaffen. Aus zunächst spielerischen Mutproben werden zunehmend ritualisierte und schmerzhafte Grenzerfahrungen.
Für Anton Petzold ist das der bisher wichtigste Preis für einen seiner Filme, freilich nicht der erste. Die Andreas-Steinhöfel-Verfilmung "Rico, Oskar und die Tieferschatten", in der er den Oskar spielte, gewann 2014 den Kinder-Medienpreis "Der weiße Elefant" und 2015 den Deutschen Filmpreis.
Jetzt einen internationalen und obendrein einen Kritikerpreis - das sei etwas "ganz Besonderes", findet er.
"Oase" startet am 4. Februar 2027 in den deutschen Kinos.
Titelfoto: Zeitgeist
