In seinem Beruf ist dieser Dresdner im Goldrausch

Dresden - Nicht nur im Freistaat wird in Minen und Flüssen nach Gold gesucht. Manche Sachsen reisen sogar um die ganze Welt, immer auf der Suche nach dem wertvollen Edelmetall und aussichtsreichen Lagerstätten.

Unter Tage: Stefan Müller (50, l.) aus Dresden in der Kilimapesa-Goldmine in Kenia.
Unter Tage: Stefan Müller (50, l.) aus Dresden in der Kilimapesa-Goldmine in Kenia.  © DGWA

Kolumbien, Australien, Mexiko: Rund 50 Gold-Minen hat Stefan Müller (50) in den vergangenen 15 Jahren besichtigt, sich in dunkle Schächte unter Tage begeben.

Der Dresdner gräbt aber nicht selbst nach dem begehrten Edelmetall. Er ist Gründer und Chef der Deutschen Gesellschaft für Wertpapieranalyse (DGWA, Sitz in Frankfurt), die Anleger (auch aus Sachsen) berät und Investoren mit Rohstoff-Unternehmen zusammenbringt.

"Dafür müssen wir auch die Minen gut kennen, deren Entwicklungs-Chancen beurteilen. Wir begleiten die Abbau-Unternehmen dann auch eng."

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Zu Hause in Loschwitz ist er nur selten im Jahr. Der Familienvater düst viel umher, jüngst besichtigte er die Kilimapesa-Goldmine nahe dem Serengeti-Nationalpark und Nairobi in Kenia.

Mit dabei: der Dresdner Geologe Micha Zauner (34) von der Umwelt- und Ingenieurtechnik GmbH Dresden (UIT, 80 Mitarbeiter).

Der Geologe Micha Zauner (34) von der Umwelt- und Ingenieurtechnik GmbH wertet im Dresdner Labor auch Golderzgesteinsproben aus Kenia und Kanada aus.
Der Geologe Micha Zauner (34) von der Umwelt- und Ingenieurtechnik GmbH wertet im Dresdner Labor auch Golderzgesteinsproben aus Kenia und Kanada aus.  © Umwelt- und Ingenieurtechnik GmbH
Auf dem Weg zum Gold: Der "Adit Bull"-Zugang gehört zur Kilimapesa-Mine.
Auf dem Weg zum Gold: Der "Adit Bull"-Zugang gehört zur Kilimapesa-Mine.  © DGWA
Müller ist happy: Um so viel Gold aus einer Mine zu gewinnen, müssen aber viele Tonnen Gestein abgebaut werden.
Müller ist happy: Um so viel Gold aus einer Mine zu gewinnen, müssen aber viele Tonnen Gestein abgebaut werden.  © DGWA

Dresdner auch in Kanada aktiv

Müller mit dem früher gebräuchlichen Biss aufs Gold. Dabei schmeckt man nichts. Gefälschte Goldmünzen können metallisch schmecken.
Müller mit dem früher gebräuchlichen Biss aufs Gold. Dabei schmeckt man nichts. Gefälschte Goldmünzen können metallisch schmecken.  © DGWA

"Wir schauen uns das Gestein an, nehmen Golderzproben, analysieren diese in unserem Labor in Dresden", erklärt Zauner.

"Wir machen dann auch Vorschläge, wie man den Abbau-Prozess optimiert, am besten das Gold aus dem Stein gewinnen kann."

Die beiden Firmen DGWA und UIT schlossen im Mai einen Kooperationsvertrag. Neben der Mine in Kenia arbeiten die Dresdner jetzt auch beim Projekt "Klondike Gold" in Yukon (Kanada) zusammen.

Titelfoto: DGWA

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