Neues Lokal "Zum Neinerlaa" eröffnet schon bald: Gänsebraten, Linsen und Klöße sollen Wünsche erfüllen
Dresden - Mit dem Silber aus dem Erzgebirge konnte August der Starke seine höfische Pracht entfalten. Zu den barocken Sehenswürdigkeiten gesellt sich ab Mitte November ein kulinarischer Schatz: Dann öffnet Matthias Singer (55) in der Münzgasse sein Restaurant "Zum Neinerlaa" (90 Plätze). Das gleichnamige erzgebirgische Weihnachtsfestessen wird dort dann ganzjährig aufgetischt.
Der gebürtige Schlemaer betreibt seit 2019 in Annaberg-Buchholz ein "Neinerlaa" auf dem Markt - mit 100 Innenplätzen und großem Erfolg.
"Seit Langem habe ich damit geliebäugelt, auch in Dresden erzgebirgische Küche anzubieten", so Singer.
Der Standort im Hilton-Quartier mit Blick auf die Frauenkirche ist ideal, um das Weltkulturerbe der Montanregion Erzgebirge auch kulinarisch in die Welt zu tragen.
"Das Neinerlaa wurde erstmals 1799 im Ur-Heilig-Obnd-Lied von Johanne Amalie von Elterlein erwähnt", weiß Singer. "Es variiert natürlich ein bisschen von Region zu Region." Doch jede Beilage steht für einen Wunsch, der sich im neuen Jahr erfüllen soll.
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Das bedeuten die Zutaten des "Neinerlaa" für Gastwirt Matthias Singer
Bei Singer gehört zum "Neinerlaa": Semmelmilch für ein gutes, neues Jahr. Selleriesalat verheißt Fruchtbarkeit. Linsen stehen für Kleingeld, Klöße für größere Beträge. Die Bratwurst verspricht Kraft und langes Leben, Rotkraut eine gute Ernte, Apfelmus Gesundheit und schmerzfreie Stunden. Rote Beete verleihen Schönheit. Der Gänsebraten in der Mitte des Tellers schließlich steht für Herzlichkeit und Harmonie im Haus.
Angerichtet wird das "Neinerlaa" auf einem Spezialteller, um dessen tiefe Mitte neun Mulden für die Zutaten gruppiert sind. Macht zehn "Abteile". Singer klärt auf: "Es gibt zwei Klöße!" Apropos Geld: Rund eine Viertelmillion Euro investiert Singer ins Restaurant, und das "Neinerlaa" wird 34,90 Euro kosten.
Titelfoto: Bildmontage: Eric Münch (2)
