Liebscher-Lucz will's wissen! Kanu-Olympiasieger läuft Dresden-Marathon

Dresden - Am Sonntag fällt um 10.30 Uhr auf der Ostra-Allee wieder der Startschuss für den Dresden-Marathon. Gut 15.000 Läufer werden erwartet. Bei der 26. Auflage will ein Olympiasieger andere inspirieren, so wie 2012 es ein Dresdner Ausnahmesportler bei ihm geschafft hat.

Beim Zielsprint muss sich Tom Libescher-Lucz (33) beim Marathon nicht wie im Kanu nach hinten werfen. Der Dresdner wird froh sein, die Ziellinie zu erreichen.  © DPA/Robert Michael

Vor 14 Jahren holte Ruder-Ass Tim Grohmann (37) in London Olympia-Gold mit dem Doppelvierer und wenige Wochen später nahm er die 42,195 Kilometer in der Landeshauptstadt in Angriff. Nach 3:58:42 Stunden kam er völlig erschöpft ins Ziel. "Das fand ich damals motivierend", erklärt Tom Liebscher-Lucz (33) jetzt. "Ich wollte dies auch immer mal probieren. Jetzt ist es so weit. Vielleicht motiviere ich diesmal einen anderen."

Im Kanu paddelte der Dresdner in der Zwischenzeit dreimal in Folge mit dem Vierer zu Olympia-Gold. Vor wenigen Wochen wurde der 33-Jährige erneut Weltmeister. Dafür braucht es Power aus dem Oberkörper und den Beinen - viel Muskelmasse. Gute 96 Kilo bringt Liebscher-Lucz auf die Waage. "Mit den richtigen Schuhen geht's", ist er überzeugt.

"Ich bin beim Dresden-Marathon einen Halbmarathon gelaufen." Eine Runde kennt das Kanu-Ass also. Doch was danach kommt, reizt. "Mein Ziel ist, um die 3:45 Stunden zu rennen", so Liebscher-Lucz.

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Am Sonntag werden 15.000 Läufer bei der 26. Auflage erwartet.  © Lutz Hentschel
Dickson Kurui (heute 36) lief 2017 zum Sieg in Elbflorenz. Was wird's 2026? (Archivfoto)  © Lutz Hentschel

"Für jede Minute, die ich schneller oder langsamer als vier Stunden laufe, spende ich zehn Euro."

An der Spitze des gut 3000 Teilnehmer starken Marathon-Feldes laufen andere. Manager Alexander Hempel schickt einen alten Bekannten an den Start. Dickson Kurui (36) gewann 2017 in einer Zeit von 2:25:14 in Elbflorenz. Ein Jahr später wurde der Kenianer in 2:16:54 Stunden Zweiter.

Dieses Jahr lief er beim Skopje Marathon 2:23:01. Sein Landsmann Patrick Ereng (39) war schneller - 2:20:09. Den Streckenrekord 2:10:00 (Ezekiel Koech/2019) dürften beide nicht knacken.

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