Lingnerschloss-Entscheid: Bietergruppe reagiert auf Sorgen des Fördervereins
Dresden - Am Donnerstag soll der Stadtrat über die Zukunft des Lingnerschlosses entscheiden. Nun meldet sich noch mal der (insolvente) Förderverein zu Wort und äußert Bedenken gegenüber der 15-köpfigen Bietergruppe, da dieser der frühere Gastro-Gesellschafter der Lingnerterrassen angehört, mit dem es in der Vergangenheit zu Streitigkeiten gekommen war. Dieser zieht sich jetzt, um des Friedens willen, aus der Gruppe zurück und ebnet damit den Weg für einen möglichen Neuanfang.
In einem Schreiben an die Stadträte spricht sich der Vorstand des Fördervereins für die Investoren Thomas Bohn (59) und Oliver Kreider (60) aus. Das begründen Vorständin Ines Eschler (63) und Co. neben der Angst vor einem jahrelangen Rechtsstreit, insbesondere mit Sorgen zur künftigen Rolle des Vereins.
Da es "jahrelange Auseinandersetzungen" mit dem früheren Gastro-Gesellschafter der Lingnerterrassen, Carsten Dietmann (63), gegeben hatte und dieser in der zweiten Bieter-Gruppe wieder seine Erfahrung im Event- und Gastromanagement des Schlosses einbringen sollte, befürchtet der Verein (fast 50 aktive Ehrenamtler, die sich ums Schloss und Veranstaltungen kümmern) aus seiner bisherigen Rolle verdrängt zu werden.
Der Geschäftsführer der zweiten Bietergruppe, Narrenhäusel-Bauinvestor Frank Wießner (52), sprach dem Förderverein bereits seine Wertschätzung aus und versicherte, auch künftig mit ihm zusammenarbeiten zu wollen.
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Carsten Dietmann will sich zurückziehen
Da das die Sorgen des Vereins aber nicht nehmen konnte, wird sich Dietmann jetzt freiwillig aus der Gruppe zurückziehen - "um den Konflikt auf diese Weise zu lösen", teilt Wießner mit.
Er dankt Dietmann auch für dessen Engagement in den letzten Monaten, um überhaupt eine Alternative für die Zukunft des Schlosses zum Wohle der Dresdner anbieten zu können. Sein Wegfall könne durch die Aufnahme weiterer Gesellschafter problemlos kompensiert werden. Wer die Gastro (im Falle des Zuschlags an die Gruppe) künftig betreibe, sei damit offen.
Titelfoto: Montage: Eric Münch