800 Stellplätze: Hier entsteht Dresdens erstes Fahrrad-Parkhaus

Dresden - Spatenstich für Dresdens erstes Fahrrad-Parkhaus: Bis Ende kommenden Jahres entsteht direkt am Neustädter Bahnhof ein Gebäude mit 800 Stellplätzen für Radler. Die werden für die Nutzung zahlen müssen.

Grundstücksfragen mit der DB geklärt: An dieser Ecke des Schlesischen Platzes wird nun gebaut.  © Holm Helis

Wo jetzt noch ein Haufen Erde an der nordöstlichen Ecke des Schlesischen Platzes liegt, wird das zweistöckige Gebäude in nachhaltiger Holzbauweise errichtet.

Dann sollen die Zeiten der übervollen Radbügel und "Fahrradleichen" am Bahnhof vorbei sein.

"Wer mit dem Fahrrad zum Bahnhof kommt, braucht einen sicheren und verlässlichen Abstellplatz", sagt Baubürgermeister Stephan Kühn (47, Grüne) erfreut.

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Die 800 Plätze sind vor Witterung und Diebstahl geschützt.

Der Zugang wird auf die Nutzer beschränkt und bietet damit Schutz vor Vandalismus.

Man brauche also keine Angst mehr zu haben, hier sein Rad abzustellen, so die Bundestagsabgeordnete Paula Piechotta (39, Grüne), die sich mit ihrem früheren Kollegen Torsten Herbst (53, FDP) für eine Projektförderung starkgemacht hatte. 2,4 Millionen Euro der 4 Millionen Euro Gesamtkosten zahlt der Bund, den Rest die Stadt.

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Wettbewerbssieger: So soll das Fahrrad-Parkhaus in nachhaltiger Holzbauweise aussehen.  © KNERER UND LANG Architekten GmbH
Setzten den Spatenstich: Bundestagsabgeordnete Paula Piechotta (39, Grüne, v.l.n.r.), Baubürgermeister Stephan Kühn (47, Grüne), Torsten Herbst (FDP, Ex-MdB, 53), Anja Lange (55, Hochbauamt) und Julia Borchart (32, Knerer und Lang Architekten).  © Holm Helis
So sieht's im Inneren eines Parkhauses in Tübingen aus.  © imago/Joko

Wer sein Fahrrad sicher abstellen möchte, muss eine Gebühr bezahlen

Die Abstellplätze am Neustädter Bahnhof sind ausgelastet, teils mit "Radleichen".  © Holm Helis

Neben regulären Stellplätzen sind Lademöglichkeiten für E-Bikes und Pedelecs sowie spezielle Flächen für Liege- und Lastenräder vorgesehen.

Einzelboxen bieten besonders teuren Rädern zusätzlichen Schutz, auch Schließfächer soll es geben. "Das erleichtert den Umstieg auf Bus und Bahn und stärkt den Umweltverbund", so Kühn.

Wer sein Rad künftig sicher abstellen möchte, muss eine Gebühr bezahlen. Wie hoch diese sein wird, steht noch nicht fest.

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In Leipzig, das ebenfalls ein Fahrrad-Parkhaus baut, soll ein Tagesticket einen Euro, ein Monatsticket 10 Euro und 99 Euro ein Jahresticket kosten. Das Rathaus will den Betrieb öffentlich ausschreiben.

Aktuell werden die Baustelle eingerichtet und die Böschung abgebaggert. Leitungen werden verlegt, bis zum Frühjahr sollen die Rohbauarbeiten, der Ausbau bis Ende 2027 abgeschlossen sein.

Mit dem Bau des am Hauptbahnhof geplanten Fahrrad-Parkhauses soll es auch in absehbarer Zeit losgehen, Details sollen am Montag bekannt gegeben werden.

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