Dresden - Der Betreiber würde gerne bleiben, doch die Verwaltung hat die Verträge gekündigt: Die vier Imbiss-Pavillons an der Prager Straße sollen zum Jahresende weichen. Team Zastrow (TZ) will das jetzt mit einem Eilantrag verhindern.
Seit 2004 läuft der Mietvertrag mit dem Betreiber, der die Pavillons teils weitervermietet hat. Mit der fristgemäßen Kündigung muss er die Buden auf eigene Kosten zurückbauen.
Die Blech-Pavillons seien laut kommunalem Präventionsrat der Stadt "ein Sichthindernis, welches sich ungünstig auf die Einsehbarkeit und damit die soziale Kontrolle des Stadtraumes auswirkt".
Zudem stört die Verwaltung, dass die Gastronomen aus Platzgründen Mülltonnen vor ihren Blech-Pavillons abstellen, was negativ fürs Erscheinungsbild sei.
"Auch wenn die Pavillons nicht mehr dem Stand der Zeit entsprechen und der Pächter und die Nutzer angehalten sind, eigenverantwortlich das Erscheinungsbild zu verbessern, führt eine Wegnahme nicht zu einer Verbesserung der Gesamtsituation auf der Prager Straße", sagt TZ-Fraktionschef Holger Zastrow (57).
Mehr als 1000 Unterschriften für Petition
Er hält die Kündigung für unverhältnismäßig und plädiert für eine Lösung, "die Gestaltungsansprüche und gastronomische Nutzung miteinander verbindet, anstatt eine seit mehr als 20 Jahren bestehende Nutzung vollständig zu beenden".
In einem Eilantrag fordert TZ, die Gestattungsverträge ab 2027 für zwei weitere Jahre fortzusetzen.
In dieser Zeit soll eine bessere Lösung für ein einfaches Imbissangebot entwickelt werden und die Pavillon-Gastronomen sollen die Chance erhalten, sich dafür zu bewerben. Eine Petition zum Erhalt der Pavillons unterzeichneten bislang über 1150 Leute.