Dieser Bau am Dresdner Hauptbahnhof kostet etwa so viel wie die neue Carolabrücke

Dresden - Seit 2023 erneuert die Deutsche Bahn die knapp 60 Jahre alte fünfgleisige Brücke (Kreuzungsbauwerk) am Hauptbahnhof. Während Ingenieure den bisherigen Baufortschritt feiern, wartet auf Pendler eine böse Überraschung.

Rund 140 Millionen Euro kostet das Bauvorhaben der Deutschen Bahn am Hauptbahnhof.  © Thomas Türpe

Bis zum 16. Februar ist der östliche Teil des Bauwerks fertig, dann gehen die ersten neuen Gleise in Betrieb. Einen "wesentlichen Meilenstein" nennt Bauprojekte-Bereichsleiter Ulrich Mölke (58) diese Nachricht.

Der Haken: Die weiteren Bauarbeiten bringen Strapazen für Pendler, die länger dauern als gedacht.

"Für den weiteren Brückenabriss müssen wir darunter die Gleise sperren, das war sowieso geplant. Aber eigentlich nur bis Ende April", sagt Mölke.

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Doch man habe umplanen müssen - jetzt soll die Sperrung der Gleisabschnitte in und aus Richtung Chemnitz bis Mitte November andauern!

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Die beiden Ingenieure Lars Enzmann (48, l.) und Ulrich Mölke (58) sind froh, den ersten Bauabschnitt beenden zu können.  © Thomas Türpe
Links ist die neue Konstruktion aus Stahlbeton zu sehen, rechts das alte Bauwerk.  © Thomas Türpe

Bauprojekt am Dresdner Hauptbahnhof kostet so viel wie die neue Carolabrücke

Ab dem 16. Februar gehen diese neuen Gleise in Betrieb.  © Thomas Türpe

Betroffen sind die S3 nach Freiberg sowie der RE3 nach Hof und die RB30 nach Zwickau (fahren beide über Chemnitz).

Ab Montag endet ein Teil der Züge in Dresden-Plauen, der andere an den Bahnhöfen Mitte oder Neustadt. Zwischen Hauptbahnhof und Plauen soll es Bus-Ersatzverkehr im Zehn-Minuten-Takt geben. Auch die Streckenführung des IC17 muss geändert werden.

Vom 14. und 15. Februar ist der Hauptbahnhof wegen der Baustelle gesperrt, nur noch S-Bahnen verkehren, am 16. Februar ruht der Verkehr komplett. "Wir werden Passagiere über die gesamte Zeit der Sperrungen informieren, wie sie an ihr Ziel kommen", kündigt Oliver Gollmer (35) vom Bahnhofsmanagement an.

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Projektleiter Lars Enzmann (48) betont: "Dieses Bauprojekt ist schon außergewöhnlich. Am Ende werden wir 11.000 Kubikmeter Beton und 3350 Tonnen Stahl verbaut haben."

Final beendet wird die Baustelle am Kreuzungsbauwerk laut Plan erst im November 2027. Mit 140 Millionen Euro kostet sie etwa so viel wie die neue Carolabrücke.

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