Dresden - Lange Zeit fristeten viele Schwimmbäder in Dresden ein trauriges Dasein. In den Hallen, in denen Ihr vielleicht sogar selbst, Bahnen im Schwimmunterricht zogt, staute sich der Sanierungsbedarf. Ein Kommentar.
Geld für das naturgemäß defizitäre Schwimm- und Badewesen hatte die Stadt kaum übrig. Das änderte sich mit Gründung der Bäderbetriebe.
Anders als zuvor (Bäder als Eigenbetrieb im Kernhaushalt verwaltet), konnten im steuervorteilhaften Konstrukt der Technischen Werke Investitionen gestemmt werden.
Neubau-Projekte gab es etwa am Freiberger Platz (36,8 Millionen Euro), in Prohlis (23,5 Millionen Euro) und Bühlau (8,6 Millionen Euro). Jüngst wurde die Zukunft des Elbamare-Bades gesichert.
Nur in Klotzsche, da passierte weiter nichts. Dafür bekommt man jetzt die Quittung. Der vor Jahren beschlossene Neubau ist seit Jahrzehnten überfällig!
Ohne Geld steht die Schwimmhalle Klotzsche vor dem sicheren Aus
Wegen Geldmangels musste das Projekt immer wieder verschoben werden, was es zudem immer teurer macht. Ohne üppige Fördermittel droht in Klotzsche das Bad-Aus - es ist de facto die letzte Hoffnung.
Eine kostspielige Sanierung der maroden Bestandshalle bringt bestenfalls ein paar weitere Jahre. Das ist keine dauerhafte Lösung.