Erst gerungen, dann beringt: Erster Schwan-Nachwuchs seit Jahren an der Kiesgrube Leuben
Dresden - Mein lieber Schwan - an der Kiesgrube Leuben gab's am Wochenende ein wildes Spektakel. Im tatkräftigen Einsatz dabei Thomas Eißer (60), der dort den ersten Nachwuchs seit Jahren beringte.
Engagierten Tierschützern ist es zu verdanken, dass es an den Kiesseen erstmals seit 2021 wieder Schwanen-Nachwuchs gibt.
Sie hatten sich für den Schutz des Nestes eingesetzt und schließlich einen Zaun aufstellen können, um Störenfriede von den brütenden Tieren fernzuhalten.
Im strömenden Regen rückten Eißer und Helferin Petra Eichler (57) am Samstag in aller Früh an, um den Jungschwan zu beringen und damit Lebensdaten und Wanderbewegungen erfassen zu können.
Routiniert griff sich Eißer den vor etwa zwei Monaten geschlüpften Höckerschwan - und sofort flatterten die Eltern zur Verteidigung an.
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Schwan-Nachwuchs könnte im Oktober zum Abflug aufbrechen
"Während ich den Kleinen beringt habe, kam Papa Schwan von hinten und hat zugeschlagen", berichtet der ehrenamtliche Beringer. Helferin Eichler musste mit vollem Einsatz mit anpacken.
"Mit rund acht Kilo ist der Jungschwan super gewachsen, auch die Eltern haben ein ordentliches Gewicht", so Eißer zufrieden.
Er erwartet, dass der Nachwuchs im Oktober den Abflug machen könnte und sich ein eigenes Revier suchen wird.
Ein toller Erfolg. Denn laut Eißer, der auch im Umland bis Riesa, Bautzen und in der Sächsischen Schweiz im Einsatz ist, gebe es in diesem Jahr insgesamt "kaum Nachwuchs bei Sachsens Schwänen".
Titelfoto: Holm Helis

