Dresden - Seit Jahren wartet die alte Schwimmhalle Klotzsche auf einen Neubau, nun bröckelte es in der Turnhalle am Gymnasium (Baujahr 2012/13) von der Decke. Die Halle wurde voll gesperrt. Könnte die "Sportmilliarde" eine Chance sein für Klotzsche?
Bei einem Kinderfußball-Turnier am Samstag passierte es: Zwei Metallplatten lösten sich aus der Deckenkonstruktion der Turnhalle am Gymnasium Klotzsche und fielen herab.
"Aus dem geschilderten Sachverhalt ergibt sich Gefahr im Verzug", schreibt die Stadt auf Anfrage.
Die Deckenkonstruktion sei inzwischen von einem Tragwerksplaner überprüft worden, Ziel sei "eine schnellstmögliche Behebung des Mangels und die anschließende Freigabe der Sporthalle".
Stadtbezirksbeirat René Strietzel (47, parteilos) aus Klotzsche nimmt die herabfallenden Platten in der Hallendecke zum Anlass, umfassende Neubaumaßnahmen für Sportstätten in Klotzsche zu fordern.
Kommt die "Sportmilliarde" nach Dresden?
"Die Sperrung der Turnhalle ist ein Problem. Das Gymnasium nutzt ohnehin schon die marode Sporthalle auf der Alexander-Herzen-Straße, weil die Sporthalle am Campus nicht ausreicht."
Seine Forderung: Neubauten der Sporthalle auf Alexander-Herzen-Straße und der Schwimmhalle Klotzsche sollen mit der "Sportmilliarde" (Bundesprogramm "Sanierung kommunaler Sportstätten") finanziert werden. Bis Donnerstag läuft die Einreichungsfrist für Förderanträge der Kommunen.
Im Dezember meinte die Stadtverwaltung in Bezug auf die Schwimmhalle, sich um Fördermittel aus dem Bundesprogramm bemühen zu wollen.
Auf TAG24-Anfrage kommt heraus: Tatsächlich hat die Stadtverwaltung sechs Förderanträge für das Bundesprogramm (Antragsfrist: bis Donnerstag) gestellt. Darin enthalten einer für die Sanierung der Schwimmhalle Klotzsche (Gesamtkosten: 3,8 Millionen Euro).
Geht der Antrag durch, zahlt der Bund immerhin 1,7 Millionen Euro Sanierungskosten. Aber keine komplett neuen Hallen ...