Globale Sicherheitslücke: Stadt Dresden nimmt Website vom Netz

Dresden - Aufgrund einer globalen IT-Sicherheitslücke hat die Stadt Dresden ihre Website vorübergehend offline genommen.

Die Website der Stadt Dresden ist derzeit nicht zu erreichen.  © Screenshot/www.dresden.de

Mithilfe der Programmiersprache "PHP" wurde ein Großteil aller Internetseiten auf der ganzen Welt erstellt. Umso bedrohlicher ist das Bekanntwerden einer Sicherheitslücke, deren Folgen nun auch die sächsische Landeshauptstadt treffen.

Ein Sprecher der Stadt bestätigte gegenüber TAG24 am Nachmittag zunächst, dass geprüft wurde, die offizielle Homepage (dresden.de) vorübergehend vom Netz zu nehmen. Dies ist inzwischen geschehen (Stand 15 Uhr).

"Die Landeshauptstadt Dresden hat ihre Website sowie alle weiteren städtischen Internetauftritte heute vorsorglich abgeschaltet. (...) Die Abschaltung erfolgt ausschließlich als Vorsichtsmaßnahme, um eine Kompromittierung zu verhindern", teilte die Stadt nach der Maßnahme mit.

Dresden Lokal Einst Schokoladenmädchen: Jetzt darf sie als Konditorin zur Nationalmannschaft

Derzeit wird ein Sicherheitsupdate installiert, um die Schwachstellen zu schließen. Die Stadt geht davon aus, dass alle ihre Internetseiten ab Donnerstag wieder erreichbar sein werden.

Wie ernst die Lage ist, verdeutlichte zuvor das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in einer Mitteilung: "Mit Kenntnis derartiger Schwachstellen könnte es Angreifern gelingen, massive Angriffskampagnen durchzuführen und IT-Systeme aus den unterschiedlichsten Anwendungsbereichen zu kompromittieren."

Anzeige

BSI warnt vor Sicherheitslücke in PHP-Programmiersprache: "Es besteht unverzüglicher Handlungsbedarf!"

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt vor einer Ausnutzung der Sicherheitslücke. (Archivfoto)  © Oliver Berg/dpa

Um die Gefahr zu bannen, arbeiten die PHP-Entwickler bereits an einem Sicherheitsupdate. Dieses sollte nach BSI-Angaben um 16 Uhr veröffentlicht und anschließend "umgehend" installiert werden.

BSI-Vizepräsident Thomas Caspers betonte, dass die Zeit rennt: "Wir halten eine kurzfristige, großflächige Ausnutzung innerhalb weniger Stunden nach Erscheinen der Sicherheitsupdates für wahrscheinlich: Angreifer können diese mittels KI-gestützter Werkzeuge innerhalb kurzer Zeit analysieren und entsprechende Exploits generieren. Es besteht also unverzüglicher Handlungsbedarf!"

Während die Internetseite der Stadt Dresden derweil nicht verfügbar ist, bleiben alle Ämter und Einrichtungen weiterhin per E-Mail und Telefon erreichbar, betonte die Stadt in ihrer Mitteilung: "Auch bereits vereinbarte Termine finden wie geplant statt."

Dresden Lokal Männer unerwünscht: Dresdner Tätowiererin plant den nächsten Schritt

Erstmeldung vom 21. Oktober, 15.14 Uhr. Zuletzt aktualisiert um 16.10 Uhr.

Mehr zum Thema Dresden Lokal: