Dresden - Autofahrer sehnen den 1. Oktober herbei. Dann tritt der Tankrabatt in Kraft, Sprit soll bis zu 16,7 Cent pro Liter weniger kosten. Aber was ist vom versprochenen Glück an der Zapfsäule zu erwarten?
Erste Vorboten auf Entlastung beim Tanken waren am Mittwochvormittag bereits bei Greenline auf der Großenhainer Straße in Dresden zu erkennen.
Dort kostete der Liter Super E10 "nur" noch 2,058 Euro. Rechnet man die rund 17 Cent Steuerrabatt, die ab der Nacht zum morgigen Donnerstag ins Haus stehen, ab, dann könnten die Spritpreise seit langer Zeit mal wieder an der Zwei-Euro-Marke kratzen oder diese sogar unterschreiten.
Zuletzt war das laut ADAC im Mai dieses Jahres der Fall. Am letzten Tag des Monats kam Super E10 für 1,925 Euro pro Liter, Diesel sogar für 1,881 Euro je Liter aus der Zapfsäule.
Florian Wagner vom ADAC Sachsen tritt bei der Erwartungshaltung an den Tankrabatt auf die Bremse. Die Zahlen an den Preistafeln seien immer eine Momentaufnahme. In welche Richtung sich die Preise nach dem 1. Oktober entwickeln werden, bezeichnete Wagner im Gespräch mit TAG24 als "Blick in die Glaskugel".
Hoffnung auf deutlich sinkende Benzinpreise stirbt zuletzt
Ein wenig Hoffnung kann der ADAC-Experte allen Autofahrern trotzdem machen. Spritpreise seien bundesweit auf sinkendem Kurs und auch der Ölpreis sei seit rund einer Woche gesunken.
"Bleibt der Ölpreis stabil und werden die Preise gut weitergegeben dann könnte die Zwei-Euro-Marke unterschritten werden", sagte Wagner.
Aber Vorsicht! Die Lage auf dem Ölmarkt bleibt weiter angespannt und vor allem anfällig. Neue Einschläge im Nahen Osten könnten gleichzeitig neue Preissprünge bedeuten.
Die realen Auswirkungen des gefeierten Tankrabatts lassen sich vermutlich sowieso erst im Laufe der Woche feststellen. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag werden die Preise zwar sinken, mit großer Wahrscheinlichkeit aber nicht um die erhofften knapp 17 Cent je Liter.