Im Notfall zählt jede Minute: Grüne fordern "Defi"-Datenbank

Dresden - Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand zählt jede Minute. Defibrillatoren (AED) können da Leben retten. "Aber nur, wenn sie auch schnell gefunden und eingesetzt werden können", sagt der Landtagsabgeordnete Thomas Löser (54, Grüne). Er setzt sich unter anderem für einheitliche Vorgaben und eine "Defi"-Datenbank ein.

Thomas Löser (54) ist gesundheitspolitischer Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Sächsischen Landtag.  © DPA

Seine Anfrage an die Staatsregierung ergab: Verbindliche Standards und eine landesweite Übersicht über öffentlich zugängliche Defibrillatoren gibt es nicht.

Maßnahmen zur digitalen Vernetzung der Geräte mit Rettungsleitstellen oder zum Ausbau alarmierter Ersthelfersysteme sind nicht in Arbeit.

Löser: "Der Freistaat braucht eine landesweite Strategie für eine starke Rettungskette. Dazu gehören ein öffentlich zugängliches AED-Register, die digitale Einbindung der Geräte in die Rettungsleitstellen und der Ausbau von Ersthelfersystemen."

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Gleichzeitig sollte es mehr regelmäßige und niedrigschwellige Schulungsangebote zur Wiederbelebung und zum Umgang mit Defibrillatoren geben.

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Bei der Defibrillation wird ein elektrischer Schock verwendet, um ein stillgestandenes Herz wieder zu starten oder um einen unregelmäßigen Rhythmus kurzzeitig zu stoppen, damit das Herz wieder normal schlagen kann. (Symbolbild)  © Imago

Thomas Löser betont: "AED in staatlichen Einrichtungen müssen auch außerhalb der Dienstzeiten besser nutzbar gemacht werden."

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