Kampf gegen Hirntumor: Warum ein Paar aus den Niederlanden nach Dresden-Besuch neue Hoffnung schöpft

Hattem/Dresden - Vor einem Jahr änderte sich schlagartig sein Leben: Im August 2025 bekam Niek Meijberg (36) einen "Glioblastom" diagnostiziert – die aggressivste und bösartigste Form eines Hirntumors. Gemeinsam mit seiner Frau Justina (29) kämpft der Holländer seitdem gegen die Krebserkrankung und die damit verbundene Ungewissheit. Dank eines Dresden-Besuchs können beide nun neue Hoffnung schöpfen.

Niederländer Niek Meijberg (36) setzt sich seit einem Jahr gegen einen Hirntumor zur Wehr. Seine Frau Justina (29) unterstützt ihn mit allen Kräften dabei.  © Eric Münch

"Vor sieben Wochen war uns in den Niederlanden bei einer Nach-Untersuchung mitgeteilt worden, dass Nieks Tumor wächst und eine Chemotherapie aussichtslos sei", erzählt Justina Meijberg im Gespräch mit TAG24. "Die Ärzte sahen keine Behandlungsmöglichkeiten mehr."

Für die gebürtige Deutsche war das eine äußerst bedrückende Nachricht, hatte ihr Mann doch seit dem Ausbruch versucht, ein möglichst normales Leben zu führen. "Anfangs litt er noch unter epileptischen Anfällen, kam nicht aus dem Bett heraus. Erst nach einer Operation infolge der Tumor-Diagnose verbesserte sich sein Zustand deutlich."

Seitdem nutzte das Paar jede Möglichkeit, um Zeit mit ihrem zweijährigen Sohn Philip zu verbringen. "Wir wussten ja nicht, ob Niek noch Weihnachten erlebt", so die 29-Jährige.

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Doch Niek hatte es geschafft. Bis heute hält er der Erkrankung stand. Für Justina Meijberg war Aufgeben daher keine Option. Im Bewusstsein, alle Behandlungsmöglichkeiten in den Niederlanden ausgeschöpft zu haben, suchte sie über die Plattform "LinkedIn" im Ausland nach Lösungen und hatte Glück: ein Dresdner Arzt bot seine Hilfe an!

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Gemeinsam mit Sohn Philip (2) das Leben auszukosten, ist dem Paar besonders wichtig.  © privat

Familie startet Spendenaktion zur Finanzierung der Behandlungskosten

Nach der OP im Dresdner Uniklinikum konnten sich Justina und Niek überglücklich wiedersehen.  © privat

"Nachdem der Arzt die zugesendeten Untersuchungsdaten durchgeschaut hatte, sagte er mir, dass wir nicht warten sollten und hat uns schnell Kontakt zum Uniklinikum vermittelt", erzählt die junge Frau.

Am Donnerstag vor einer Woche seien beide schließlich nach Dresden gereist, um Niek einer weiteren OP unterziehen zu können. "Es gab keine Komplikationen. Der größte Teil des Tumors konnte entfernt werden", berichtet Justina Meijberg erleichtert.

Jedoch sei der Eingriff kostspielig gewesen: "Wir haben bereits über 20.000 Euro gezahlt." Besonders teuer würden dann noch die Nachbehandlungen werden. "Unsere niederländische Krankenversicherung kommt hierfür nicht auf", so die 29-Jährige.

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Die geschätzten Gesamtkosten von 160.000 Euro könne sie mit ihrer Anstellung als Personalrecruiterin alleine nicht finanzieren, weshalb sie eine Spendenaktion via "GoFundMe" gestartet habe. "Solange die Chance besteht, meinem Mann noch mehr Lebenszeit zu schenken, möchte ich diese ergreifen", sagt Meijberg fest entschlossen, auch wenn sie natürlich wisse, dass ein Glioblastom nach dem heutigen Stand der Wissenschaft nicht heilbar ist.

Der 36-Jährige ist am Freitag entlassen worden.  © privat

Bislang unterstützen bereits über 1700 Spender ihre Mission. Dabei sind in nur zwei Wochen schon über 73.000 Euro zusammengekommen.

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