Dresden - Sport machen und dabei keinen Finger krumm machen? Nicht ganz, aber ähnlich entspannt kann sich ab 10. Oktober in der Johannstadt bewegt werden. "Feelgood" (dt.: "gut fühlen") heißt das neue "Bewegungszentrum" auf der Fetscherstraße.
"Die Geräte bewegen sich alleine. Man drückt auf einem Bildschirm einen Knopf und das 2,30 Minuten lange Programm beginnt. Natürlich gibt es einen roten Notknopf", erklärt Inhaber Sandro Zuschke (47).
Zwölf Geräte beanspruchen in 40 Minuten alle Muskelgruppen, den krönenden Abschluss bildet eine "elektrische" Massage" auf einer Liege. Auch Menschen mit gelähmtem Arm oder Bein können dank Klettverschluss-Halterung mitmachen.
Gedacht ist das Angebot vor allem für über 50‑Jährige. "Die Leute sollen wieder mobil werden oder eben bleiben", sagt der Inhaber.
Das Training sei niedrigschwelliger als im klassischen Fitnessstudio und speziell auf Senioren zugeschnitten.
"Feelgood" will gegen Einsamkeit im Alter ankämpfen
Geöffnet sein wird von 8 bis 16 Uhr. "Hier sind meine Frau Christiane und ich vor Ort. Machen die kostenfreien Probetrainings oder kümmern uns einfach um die Kunden."
Die Idee stammt aus Norwegen: Ein Vater entwickelte das Konzept ursprünglich für seinen körperlich stark eingeschränkten Sohn.
Mittlerweile gibt es fast 200 solcher "Bewegungszentren" in Europa. "Feelgood" will dabei vor allem gegen Einsamkeit im Alter ankämpfen, so der Chef.
"Wir werden Sitzecken, Kaffeemaschine und Wasser aufstellen. Die Leute sollen hier ins Gespräch kommen und sich austauschen."