Putin, Trump und Merkel: Dresdner Maler zeigt die Grimassen der Macht
Dresden - Der Dresdner Künstler Florian Schneider (47) alias "Spandlitz" zeigt die mächtigsten Politiker der Welt mit außergewöhnlicher Mimik, die man bei Wladimir Putin (73) und Co. nur selten erlebt. Jahrelang hatten Veranstalter Angst, seine Werke zu zeigen - nun hat er einen Ort gefunden.
Russlands Präsident schaut mit erhobenen Augenbrauen auf etwas herab, als wäre er gerade überrascht worden.
Die frühere Königin des Vereinigten Königreichs, Elizabeth II. (†96), verzieht - gar nicht majestätisch - ihre Mundwinkel.
Auch den früheren Präsidenten Südafrikas, Nelson Mandela (1918-2013), Ex-Bundeskanzlerin Angela Merkel (71), US-Präsident Donald Trump (79) und Genie Albert Einstein (1879-1955) hat der Künstler in seinem Atelier in Dresden-Bühlau mit Acrylfarben auf Leinwand gemalt.
Seine Werke beruhen auf echten Bildern, die "Spandlitz" auch im Internet recherchiert hatte.
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Schneider hatte zunächst Probleme einen Präsentationsort zu finden
Allerdings: "Ich habe fünf Jahre nach einem Präsentationsort gesucht", sagt er nachdenklich.
"Es gab eine große Angst kommunaler Veranstalter vor ausbleibenden Mitteln und aggressiven Reaktionen aus der Bevölkerung, wenn diese Porträts gezeigt würden."
Dabei sind die meisten Werke ab 2020 entstanden, als es noch keinen Krieg in der Ukraine gab. Er betont: "Meine Gemälde haben keine politische Botschaft!"
Neugierig geworden? Ab heute sind die Politiker-Porträts und weitere Arbeiten auf Papier im Businesspark Dresden (Bertolt-Brecht-Allee 24) ausgestellt, Eintritt frei.
Titelfoto: Ronald Bonß

