Straßenblockade in Dresden abgesagt: Das ist der Grund
Dresden - Urlaubszeit im Protestierer-Lager? Eigentlich wollte "Extinction Rebellion" am Donnerstag den Straßburger Platz blockieren. Doch daraus wurde nichts, weil zu wenig Blockierer kamen.
Eigentlich sollte es um Elektromobilität gehen und um den sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (51, CDU): "Herr Kretschmer nennt das Ende des Verbrennungsmotors einen 'Irrweg' – ausgerechnet hier in Dresden, wo an der Gläsernen Manufaktur bis vor Kurzem sehr gute Elektroautos gebaut wurden", sagte Klimaaktivisten Christian Bläul (44).
"Das ist zynisch gegenüber allen, die hier ihre Zukunft in echte Klimatechnologie investiert haben. 'Technologieoffenheit' ist in Wahrheit oft nur ein anderes Wort für Stillstand – und Stillstand kostet uns Geld, Gesundheit und Zukunft", so Bläul weiter.
Darum sollte vor der Gläsernen Manufaktur angezeigt und damit legal für jeweils sieben Minuten ein Arm der Kreuzung blockiert werden.
Um das abzusichern, war die Polizei vor Ort. Allerdings nur sieben Blockierer. Zu wenig für die breiten Straßenzüge.
Und so zog 16.33 Uhr die Polizei wieder ab. "Die Aktion wurde mangels Teilnahme abgesagt", sagte einer der Aktivisten vor Ort.
Titelfoto: Eric Hofmann
