Übler Geruch und niedriger Pegel: Das fordert Lokalpolitikerin für Dresdens kaum bekannte Talsperre

Dresden - Die Talsperre im Ortsteil Kauscha ist vielen Dresdnern unbekannt. Für die Bewohner von Prohlis aber könnte das Areal im Sommer ein wahres Kleinod sein - wären da nicht der üble Geruch und der niedrige Pegel des Stausees.

Den See quert die 228 Meter lange Gebergrundbrücke der A17: Auch im Sommer hat die Talsperre Kauscha wie hier 2020 einen auffällig niedrigen Wasserstand. (Archivfoto)  © IMAGO/Depositphotos

Eigentlich dient die Anlage (Baujahr 1979) dem Hochwasserschutz. Seit September 2025 ist der vom Geberbach gespeiste Stausee abgelassen, um Sedimente zu beräumen und Reparaturen am Auslass zu ermöglichen.

"Die notwendigen Arbeiten sind eine neue Chance für die Talsperre", sagt Julia Günther (48), die für die Grünen im Stadtbezirksbeirat Prohlis sitzt.

Sie erinnert sich an die Zeit vor der Jahrhundertflut im Sommer 2002. Damals sei die Talsperre als Badeort genutzt worden, habe sogar dem Schwimmsport fürs Langstreckentraining gedient.

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"Eine höhere Wassermenge würde den Naherholungswert der Talsperre, die auch umwandert werden kann, deutlich aufwerten", sagt die Lokalpolitikerin in Richtung der zuständigen Landestalsperrenverwaltung (LTV).

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Stadtbezirksbeirätin Julia Günther (48) möchte das Areal für die BUGA 2033 aufwerten.  © PR

Pegel soll nach Abschluss der Arbeiten wieder steigen

Von der Anlage ist unter dem weißen Winterkleid kaum etwas zu erkennen.  © Steffen Füssel

Der Hochwasserschutz sei auch bei einer Teilauffüllung gewährleistet, argumentiert Günther, die in dem Areal zudem Potenzial als Reservoir für den Wasserbedarf der BUGA 2033 sieht.

Gegenüber TAG24 erklärte die LTV: "Tourismus und Naherholung sind keine Aufgaben der Talsperre."

Nach Abschluss der Arbeiten werde der Pegel wieder auf das Niveau vor dem Abstau gebracht - also auf 3,80 Meter. "Das wäre ein guter Anfang", sagt Günther. Höher als aktuell genehmigt könne die Talsperre nicht angestaut werden, so eine LTV-Sprecherin weiter.

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Ein höherer Pegel würde im Ernstfall den erforderlichen Rückhalteraum verkleinern und damit den Hochwasserschutz für Prohlis verschlechtern.

Die Talsperre ist Landschaftsschutzgebiet und Sperrbereich.  © Steffen Füssel

Von der Stadtverwaltung hieß es, die wasserwirtschaftlichen Fragen zur Talsperre würden unabhängig von der BUGA geprüft und seien kein Teil der Planungen.

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