Verdunklungs-Spektakel: Wo kann ich die Sonnenfinsternis am besten sehen?
Radebeul - Was im Mittelalter als schlechtes Omen galt, ist heute ein besonderes Spektakel: Diesen Mittwoch zieht der Mond vor die Sonne und sorgt für eine partielle Sonnenfinsternis. Auch die Sternwarte Gönnsdorf hat sich gemeinsam mit dem Astroclub Radebeul auf dieses Naturschauspiel vorbereitet.
Eine komplette Finsternis wird es hier aber nicht geben.
"Etwa 88 Prozent der Sonne werden vom Mond verdeckt sein. Nur in Spanien oder Island kann eine komplette beobachtet werden", weiß Frank Bok (47) vom Verein der Sternwarte Gönnsdorf.
Für ihn besonders wichtig: "Die Leute sollen die Finsternis keinesfalls ungeschützt ansehen. Für kleines Geld gibt es Brillen aus Pappe mit Filterfunktion zu kaufen oder bei uns am Mittwoch gegen eine Spende."
Außerdem gibt es in der Sternwarte mit Filtern ausgestattete Teleskope.
Was passiert da eigentlich? "Die Erde dreht sich um die Sonne, der Mond um die Erde. Dann kommt es vor, dass alles auf einer Linie ist, sodass wir die Sonne nicht sehen können."
Beginn im Raum Dresden ist um 19.17 Uhr, das "Maximum der Bedeckung wird um 20.10 Uhr erreicht", erklärt Bok. Doch nur zwei Drittel der Finsternis werden zu sehen sein, da die Sonne hier schon um 20.32 Uhr untergeht – die Sonne verschwindet also vor Ende "hinterm Horizont".
Sonnenfinsternis: Sternwarte Gönnsdorf ist selbst auf schlechtes Wetter vorbereitet
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Wer spontan zuschauen will, sollte "zu einer erhöhten Position mit Blick Richtung Westen. Dort sollten keine Häuser im Weg stehen." In der Sternwarte Gönnsdorf gibt es ab 16.30 Uhr ein buntes Programm.
Unter anderem drei Vorträge, wo auch Finsternis-Experte Bok etwas zu "Sonnenfinsternis: gestern, heute und morgen" erzählen wird.
Selbst bei schlechtem Wetter wäre man vorbereitet: "Im Seminarraum würden wir dann eine Livestream-Webcam von der Europäischen Weltraumorganisation ESA anmachen."
Immerhin: Wetterdienst-Meteorologin Pauline Zeiske (25) macht Hoffnung auf eine gute Sicht im gesamten sächsischen Raum: "Aus jetziger Sicht haben wir dank eines Hochdruckeinflusses trockene Luft, was bedeutet, dass es fast wolkenlos sein sollte."
Infos: sternwarte-goennsdorf.de
Titelfoto: Bildmontage: Steffen Füssel, Handout/Berlin/Esa/dpa

