Wenn Könige Risse haben: Fliesen-TÜV für weltberühmten Fürstenzug

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Dresden - 23.000 Fliesen auf über hundert Metern: Der Fürstenzug ist das größte Porzellanwandbild der Welt. Damit das XXL-Outdoor-Kunstwerk an der Augustusstraße erhalten bleibt, wird es derzeit im Auftrag des Sächsischen Immobilien- und Baumanagements (SIB) gründlich auf Schäden geprüft.

Restauratorin Jenny Müller (55) prüft Fürsten und Könige auf Herz und Nieren.
Restauratorin Jenny Müller (55) prüft Fürsten und Könige auf Herz und Nieren.  © Ove Landgraf

Durch Witterung und Material entstehen am Wandbild ganz automatisch kleine Risse oder lockere Platten. Deshalb rücken alle zwei bis drei Jahre Experten an, um das historische Denkmal für rund anderthalb bis zwei Wochen genau unter die Lupe zu nehmen, teilte ein Sprecher des SIB mit.

Als Grundlage nutzen die Fachleute exakte Schadenskarten, die bei jeder Prüfung aktualisiert werden. In diesem Jahr nimmt sich Diplom-Restauratorin Jenny Müller (55) der Sache an.

Bei den Arbeiten vor Ort schließt sie vor allem Risse und stabilisiert die Keramikplatten bei Bedarf von hinten.

Witterung und Material setzen den 23.000 Fliesen zu: Alle 2 bis 3 Jahre werden sie durchgecheckt.
Witterung und Material setzen den 23.000 Fliesen zu: Alle 2 bis 3 Jahre werden sie durchgecheckt.  © Ove Landgraf
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Wenn es abgeplatzte Stellen gibt, müssen diese denkmalgerecht geschützt werden, damit die Royals auch in Zukunft fest an der Wand haften. Die Kosten für den kompletten Kontroll- und Reparaturdurchgang belaufen sich auf 15.000 bis 20.000 Euro, so das SIB.

Titelfoto: Ove Landgraf

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