Dresden - Bis Ende des Jahres sollen alle Leistungen online beantragt werden können. Im Hauptsitz an der Junghansstraße wurde ein "Bürgerservicebereich" eingerichtet. Ziel: Wer Sozialleistungen wie Wohngeld, Hilfe zur Pflege oder Asylleistungen braucht, soll sich besser zurechtfinden.
"Lebenszeit ist für uns alle kostbar", erklärt Sozialbürgermeisterin Kristin Kaufmann (50). "Wir haben den Anspruch, eine effiziente, effektive, digitale, serviceorientierte Verwaltung zu sein."
Dafür gibt es jetzt einen "Bürgerservicebereich" im Amt: Wo vorher Aktenregale standen, können ab Donnerstag Bürger Platz nehmen und sich beraten lassen.
"Der Bereich soll Wege und Wartezeit ersparen", sagt die Bürgermeisterin. Wie im Bürgerbüro ziehen Besucher am Eingang eine Wartemarke, werden aufgerufen, am Schalter beraten oder an den richtigen Ansprechpartner vermittelt.
"Einfache Sachverhalte können sofort erledigt werden", sagt Sozialamtsleiter Christian Knappe (38).
Ob wohl knappe Öffnungszeiten helfen, das digitale Beantragen zu erhöhen?
Drei der acht Schalter beraten Asylbewerber, zwei befassen sich mit Fragen zum Wohngeld, zwei weitere mit Wohnberechtigungsscheinen und einer mit dem Bildungspaket.
Doch eigentlich sollen Bürger Termine möglichst online vereinbaren und Anträge auf Sozialleistungen digital einreichen.
"Aktuell werden bei uns 25 Prozent der Anträge digital gestellt. Wir wollen die Quote auf mindestens 40 Prozent steigern", so Knappe. Alle Sozialamtsleistungen sollen bis Ende des Jahres digital eingereicht werden können.
Vielleicht helfen auch die knappen Öffnungszeiten: Nur Dienstag und Donnerstag hat der neue Bürgerservicebereich überhaupt geöffnet.
"Das sind nur die festen Servicezeiten. Termine können online auch außerhalb dieser Zeiten vereinbart werden", betont der Amts-Chef.