Drei Euro für eine Stunde: Hilbert will City-Parken deutlich teurer machen
Dresden - Nach fünf Jahren soll das Parken in Dresden wieder teurer werden. OB Dirk Hilbert (54, FDP) plant, die Gebühren für Pkw um etwa 25 Prozent zu erhöhen. Außerdem sollen die Tarifzonen neu geordnet und erweitert werden: Der teuerste Bereich soll etwa künftig auch in Teilen der Inneren Neustadt gelten. So sollen Autofahrer über 3,2 Millionen Euro mehr in die Kasse spülen.
Der Stundensatz soll in der teuersten Zone 1 von bislang 2,40 auf 3 Euro steigen. In Zone 2 sollen statt 1,50 dann 1,80 Euro fällig werden. Und in Zone 3 sind statt 1,20 dann 1,50 Euro geplant. Der Tagestarif (wird ab circa vier Stunden erreicht) in Zone 1 soll wie bislang bei 12 Euro bleiben, in Zone 2 künftig 7 Euro (bislang 6) und Zone 3 dann 6 Euro (bislang 5) kosten.
Wer sein Auto in Zukunft am Pkw-Parkplatz am Terrassenufer abstellen möchte, muss den Spitzensatz blechen. Zudem ist geplant, die Zone 1 künftig wie ein Band von der Altstadt über die Elbe bis zur Äußeren Neustadt zu ziehen und dabei auch die Innere Neustadt (zwischen Neustädter Bahnhof und Albertstraße) einzuspannen. Das Viertel ist bislang noch der Zone 2 zugeordnet.
Diese soll wiederum Teile der Zone 3 schlucken. Damit würde sich das Parken in der Friedrichstadt, etwa ums städtische Klinikum und den Sportpark Ostra, verteuern, sofern die Stadt dort Parkautomaten aufstellt.
Gleiches gilt für weitere Straßenzüge wie etwa in der Leipziger Vorstadt oder auch im Hechtviertel.
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Neue Gebühren und Zonengrenzen sollen ab Juni 2027 gelten
"Aufgrund der bestehenden Haushaltslage ist es dringend erforderlich, Mehreinnahmen zu erwirtschaften", begründet Hilbert seine Vorlage. "Die für die Haushaltsplanung zur Verfügung stehenden Mittel reichen nicht aus, dringende Bedarfe zu decken." So bestünden etwa "nicht unerhebliche Defizite bereits jetzt bei der Instandhaltung und Unterhaltung öffentlicher Straßen".
Zudem soll die Preisspanne zum ÖPNV verringert werden. Eine Einzelfahrt kostet aktuell 3,60 Euro und ist damit seit 2021 (damals 2,50 Euro) um 44 Prozent teurer geworden.
Die Vorlage umfasst etliche weitere Regelungen. So sollen etwa die Parkgebühren für Busse in Zone 1 um 60 Prozent erhöht werden und auch wer künftig Anhänger abstellt, soll dafür bezahlen, auch ohne gekoppeltes Zugfahrzeug. Ausgenommen von den Regelungen sind Stellplätze mit E-Ladesäulen.
Die neuen Gebühren und Zonengrenzen sollen ab Juni 2027 gelten - wenn der Stadtrat den Plänen zustimmt. Fürs laufende Jahr erwartet das Rathaus, 12,3 Millionen Euro (brutto) mit Parkgebühren zu kassieren. Ab 2027 sollen es nach einer Steueränderung dann gut 14,7 Millionen Euro (netto) sein.
Titelfoto: Fotomontage: Holm Helis//Norbert Neumann//Landeshauptstadt Dresden
