Dresden - Seit 2019 wird das denkmalgeschützte Rathaus Cotta auf der Lübecker Straße saniert. Nach mehreren Bauverzögerungen, einem einjährigen Baustopp, weil das Geld knapp war, und unerwarteten Mehrkosten findet die Baustelle nun diesen Monat ihr Ende. Doch schon jetzt macht eine frisch gebaute Treppe erhebliche Probleme.
"An der neu errichteten Außentreppe wurden derart gravierende Mängel an der Baukonstruktion festgestellt, dass momentan davon ausgegangen werden muss, dass der Treppenturm komplett überarbeitet werden muss", erklärt ein Rathaussprecher auf MOPO-Anfrage. Wie groß die Nacharbeiten sein werden, prüfen aktuell Gutachter.
Da das Konstrukt vor allem als zweiter Flucht- und Rettungsweg genutzt werden soll, können im November nur die unteren zwei Etagen bezogen werden. Immerhin erfolgt dann "der planmäßige Einzug für Beratungsstellen von Sozialamt und Jugendamt sowie für Mitarbeiter des Stadtbezirksamts", so die Stadt.
Wann die oberen Stockwerke des 1901 gebauten Gebäudes bezogen werden können, ist unklar.
Bis dahin werden im Inneren die Maler- und Tischlerarbeiten sowie die Gebäudetechnik fertiggestellt.
Damals noch für 3,6 Millionen Euro beschlossen, haben sich die Kosten in den vergangenen Jahren mehr als verdoppelt. "Die Kostenprognose liegt unverändert bei rund 7,9 Millionen Euro", so ein Rathaussprecher.