Steigende Lebensmittel-Preise sind ein Stresstest für Sachsens Tafeln

Dresden - Der Krieg in der Ukraine wird zum Stresstest für die sächsischen Tafeln. "Das betrifft vor allem die Großstädte Leipzig und Dresden, aber auch Nordsachsen", so Matthias Thomas vom Landesverband Tafel Sachsen.

Jahreszeitlich bedingt haben die Tafeln weniger Spender, dafür mehr Bedürftige wegen Kurzarbeit und Flüchtlingswelle.
Jahreszeitlich bedingt haben die Tafeln weniger Spender, dafür mehr Bedürftige wegen Kurzarbeit und Flüchtlingswelle.  © dpa/Klaus-Dietmar Gabbert

Vor allem Menschen, die noch nicht registriert, aber ohne ausreichende finanzielle Mittel seien, kämen vorbei.

Zugleich kämen seit Ende des vergangenen Jahres wieder deutlich mehr Kurzarbeiterinnen und Kurzarbeiter zu den 44 Tafeln.

"Viele haben Besuche bei der Tafel trotz eines Anspruchs hinausgezögert. Doch bei den steigenden Lebensmittel-Preisen sind sie zunehmend auf die Spenden angewiesen", sagte Thomas.

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Wie viele Kriegsflüchtlinge sich aktuell in Sachsen aufhalten, ist nicht gesichert. Die Landesdirektion sprach am Donnerstag von 3530 Menschen in den Erstaufnahmeeinrichtungen des Freistaats.

Die Bundespolizei registrierte nach aktuellen Zahlen insgesamt fast 210.000 Geflüchtete aus dem Kriegsgebiet.

Schätzungen zufolge ist mehr als die Hälfte privat untergekommen.

Titelfoto: dpa/Klaus-Dietmar Gabbert

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