Über vier Ebenen: Teilsanierung im Schauspielhaus bei laufendem Betrieb

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Dresden - Das Staatsschauspiel ist aus den Theaterferien zurück, seit vergangener Woche wird gespielt im Japanischen Palais. Offizielle Saisoneröffnung ist kommenden Samstag im Schauspielhaus. Das Gebäude ist seit einigen Wochen Baustelle und bleibt es während der Spielzeit.

Das Foyer in der ersten Etage ist ganz kahl.
Das Foyer in der ersten Etage ist ganz kahl.  © SIB

Seit Juli 2026 werden die Foyers saniert und gleichzeitig beim Brandschutz auf den neuesten Stand gebracht. Dabei soll möglichst viel vom historischen Charakter des Hauses erhalten bleiben.

"Die aktuelle Baumaßnahme erstreckt sich über vier Ebenen", heißt es in einer Information des Staatsbetriebs Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB). Gemeint sind das Vestibül, die Parkett-Ebene sowie der erste und zweite Rang.

Die Baumaßnahme werde in mehreren Bauabschnitten realisiert: "Die Räume sollen voraussichtlich mit Beginn der neuen Intendanz zur Spielzeiteröffnung im Herbst 2027 frisch saniert an den Nutzer übergeben werden."

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Hasko Weber, derzeit Interims-Intendant in Cottbus und früherer Oberspielleiter am Staatsschauspiel (1993–2001), übernimmt dann die Theaterleitung von Joachim Klement, der in den Ruhestand geht.

In der Spielzeitpause ging es zunächst ums Aufräumen und Vorbereiten. Die alten Garderoben wurden ausgebaut. Dort sollen moderne Gastronomie-Ausgabetresen entstehen, die mit speziellen Brandschutzrollos ausgestattet werden. Außerdem wurden Bohrungen vorgenommen und Öffnungen für die neue Elektroverkabelung geschaffen.

Schauspielhaus lässt sich Sanierung gut zwei Millionen Euro kosten

Im Herbst 2027 soll das frisch renovierte Schauspielhaus an den neuen Leiter übergeben werden. (Archivfoto)
Im Herbst 2027 soll das frisch renovierte Schauspielhaus an den neuen Leiter übergeben werden. (Archivfoto)  © Thomas Türpe

Zahlreiche alte Farbschichten wurden von den Oberflächen entfernt. Dazu wurde der Parkettboden aufgearbeitet, das heißt abgeschliffen und neu versiegelt. Restauriert werden auch die Bilder der "Ahnengalerie", die dafür abgehängt wurden.

In den kommenden Monaten sollen unter anderem die historischen Stuckdecken wiederhergestellt und die Veranstaltungstechnik erneuert werden. Im Foyer des ersten Rangs ist ein abgeschirmtes Gerüst aufgebaut, das vorerst stehen bleibt. Der Spielbetrieb soll während der Bauarbeiten normal weiterlaufen.

Rund zwei Millionen Euro investiert der Freistaat in die Baumaßnahme. Finanziert werde sie aus Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts.

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Das Schauspielhaus wurde am 13. September 1913 als eines der ersten Stahlbetongebäude Dresdens eröffnet. 1945 wurde es teilweise zerstört und später wieder aufgebaut. Die bislang letzte große Sanierung fand vor gut 30 Jahren, 1995, statt.

Titelfoto: SIB

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