Unendliche Geschichte: "Neues Sachsenbad" kommt frühestens in zehn Jahren

Dresden - Im zähen Ringen um die Zukunft des Pieschener Sachsenbades ist kein Ende in Sicht. Der Vertrag mit einem potenziellen Investor, der Büros statt Wasserflächen schaffen will, ist noch immer nicht unterschrieben. Jetzt kommt heraus: Der stattdessen gewollte Neubau eines Bades nebenan wird wahrscheinlich zehn Jahre dauern – im Idealfall.

Ins alte Sachsenbad soll kein Wasser mehr. Wann endlich eine neue Schwimmhalle entsteht, das steht in den Sternen.
Ins alte Sachsenbad soll kein Wasser mehr. Wann endlich eine neue Schwimmhalle entsteht, das steht in den Sternen.  © Steffen Füssel

Hintergrund: Für die Errichtung des "Neuen Sachsenbades" in Dresden wird ein neuer Bebauungsplan gebraucht. Und das dauert.

Laut Baubürgermeister Stephan Kühn (42, Grüne) kann dessen "Aufstellung und Bearbeitung in die Arbeitsplanung 2022 aufgenommen werden".

Ein Satzungsbeschluss, der die baurechtliche Grundlage für das neue Schwimmbad bieten würde, "ist nicht vor 2026 zu erwarten", so Kühn weiter.

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Selbst wenn im Anschluss daran zügig weiter geplant und gebaut wird, vergehen mindestens weitere drei Jahre, Tendenz eher aufwärts. Der Ärger darüber in der Politik ist groß.

Freie-Wähler-Chef Jens Genschmar (52) ärgert sich über neue Verzögerungen.
Freie-Wähler-Chef Jens Genschmar (52) ärgert sich über neue Verzögerungen.  © Eric Münch

"Für ein neues Schwimmbad vor Ort gibt es eine breite Mehrheit im Rat. Doch die Verwaltung setzt diesen Willen erneut nicht schnell um. Die Dresdner verstehen das nicht. Unsere Arbeit wird so immer schwerer gemacht", sagt Freie-Wähler-Chef Jens Genschmar (52).

Titelfoto: Steffen Füssel

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