Ermittlungen gegen Thomas Markle: "Alles deutet auf einen möglichen Sexualstraftäter der schlimmsten Art hin"
Manila (Philippinen) - Nach dem Kinderpornografie-Verdacht gegen Thomas Markle (82) untersuchen die philippinischen Behörden nun das gefundene Material.
"In solchen Fällen, in denen familiäre Streitigkeiten eine Rolle spielen, müssen wir alle Aspekte berücksichtigen", erklärte Innenminister Jonvic Remulla (59) gegenüber The Guardian.
"Derzeit deuten alle Anzeichen auf einen möglichen Sexualstraftäter der schlimmsten Art hin. Wir wollen uns jedoch erst ganz sicher sein, bevor wir die Ergebnisse veröffentlichen. Die forensischen Untersuchungen werden in einer Woche abgeschlossen sein", so Remulla.
Thomas Markle bestreitet vehement, sexuelle Kontakte mit Minderjährigen gehabt zu haben. Er räumte jedoch ein, während früherer Aufenthalte auf den Philippinen für Sex bezahlt zu haben. "Ich mag asiatische Frauen, aber das ist kein Verbrechen", sagte er gegenüber britischen Medien.
Meghans Halbschwester Samantha Markle (61) glaubt, dass es sich bei einem Foto, auf dem ihr Vater mit einer jungen asiatischen Frau im Bett zu sehen ist, "möglicherweise um eine seiner Freundinnen handelt".
Sie fügte hinzu: "Papa war mit einer wunderbaren Japanerin namens Carolyn zusammen, die ich sehr mochte. Sie war in den Dreißigern, sah aber aus wie eine Teenagerin. Asiatische Frauen haben eine tolle Haut und sind klein und zierlich. Sie sehen viel jünger aus als sie sind."
Thomas Markle Jr. (60) hatte das mutmaßliche Missbrauchsmaterial auf Computern entdeckt, die sein Vater zurückgelassen hatte. Die Polizei beschlagnahmte mehrere Kisten mit Beweismitteln. Auch das US-amerikanische FBI kündigte an, entsprechende Vorwürfe zu prüfen.
Thomas Markle bestreitet Vorwürfe: "War immer mit Frauen zusammen, die altersmäßig zu mir passten"
Herzogin Meghan (45) erklärte, sie sei von den jüngsten Nachrichten zutiefst erschüttert. Bereits 2018 sei sie von der Londoner Metropolitan Police über schwerwiegende Vorwürfe gegen ihren Vater informiert worden. Sie habe darauf vertraut, dass diese untersucht würden.
Ihre Entscheidung, den Kontakt zu ihrem Vater abzubrechen und ihm keinen Umgang mit ihren Kindern Archie (7) und Lilibet (5) zu gestatten, diene ausschließlich deren Schutz.
Zugleich steht die Londoner Polizei wegen ihres Umgangs mit dem Fall stark in der Kritik. Sie räumte ein, Informationen über mutmaßliche Straftaten außerhalb Großbritanniens nicht an die zuständigen ausländischen Behörden weitergeleitet zu haben.
Thomas Markle selbst wies sämtliche Vorwürfe als "kranke Lügen" zurück und kündigte an, alles zu unternehmen, um seinen Namen reinzuwaschen. Er habe die betroffenen Festplatten jahrelang nicht genutzt, jemand anderes müsse die Dateien darauf platziert haben.
"Liebe ich schöne junge Frauen? Ja. Schaue ich mir gerne Bilder von schönen Frauen an? Ja. Aber ich war immer mit Frauen zusammen, die altersmäßig zu mir passten", so Markle.
Titelfoto: picture alliance/dpa/Alaska TV/Channel 5

