Bye-bye Kibo! Beliebter Elefant aus Zoopark Erfurt ausgezogen
Erfurt - Am Mittwoch hieß es Abschied nehmen im Zoopark Erfurt: Der 21-jährige Elefantenbulle Kibo wurde per Lkw in den Tierpark Berlin gebracht, wo er ein neues Kapitel aufschlagen wird.
Der Umzug erfolgte dabei auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP), wie die Stadt Erfurt mitteilt.
Grund dafür sei demnach die zunehmende Geschlechtsreife von Kibos Tochter Ayoka gewesen. Auf diese Weise solle verhindert werden, dass es später zu Inzucht innerhalb der Erfurter Elefantenherde kommt.
"Natürlich fällt uns der Abschied nicht leicht. Gleichzeitig freuen wir uns, dass er in Berlin ein neues Zuhause bekommt, das ihm beste Voraussetzungen für seinen nächsten Lebensabschnitt bietet", erklärt Tina Risch, zoologische Leiterin, Tierärztin und Elefantenkuratorin im Zoopark.
Kibo lebte seit August 2015 in der Thüringer Landeshauptstadt. Mit Elefantenkuh Chupa hat für zwei gesunde Nachkommen gesorgt: Ayoka und ihren jüngeren Bruder Banjoko.
Pfleger begleiten Elefantenbullen Kibo nach Berlin
Seine Pfleger haben ihn zudem von Anfang an als ruhigen und verlässlichen Bullen kennengelernt, insbesondere im Umgang mit seinen Kindern. "Wir haben Kibo sehr früh mit seinen Jungtieren zusammengeführt, weil wir ihn als fürsorglichen Bullen erlebt haben. Er sich immer wieder mit ihnen beschäftigt, mit ihnen gespielt und auf sie reagiert. Wir hatten zu keiner Zeit Angst, dass was passieren kann", betont Dirk Hebs aus dem Pflegeteam.
Gemeinsam mit einem weiteren Kollegen begleitet Hebs seinen ehemaligen Schützling auch nach Berlin. Im Tierpark will er einige Tage bleiben, um Kibo die Eingewöhnung möglichst stressfrei zu gestalten. "Kibo kennt uns, und wir kennen ihn. Das kann ihm gerade am Anfang helfen, sich in seinem neuen Zuhause sicher zu fühlen", erklärt der Pfleger.
Titelfoto: Thüringer Zoopark Erfurt
