Knapp zwei Monate nach AfD-Bundesparteitag in Erfurt: Ermittlungen der Polizei dauern weiter an

Von Marie-Hélèn Frech, Christian Rüdiger

Erfurt - Rund zwei Monate nach dem AfD-Bundesparteitag in Erfurt dauern die Ermittlungen der Thüringer Polizei weiter an.

Die Polizei war während des gesamten AfD-Bundesparteitages im Dauereinsatz gewesen.  © Michael Reichel/dpa

72 Strafverfahren und zehn Ordnungswidrigkeiten seien bisher abgeschlossen und an die zuständige Staatsanwaltschaft, an Bußgeldstellen und andere Vollstreckungsbehörden abgegeben worden, teilte die Polizei auf Anfrage mit. 

Rund um den Parteitag am ersten Juli-Wochenende in Erfurt gingen bei der Polizei demnach insgesamt 180 Strafanzeigen und 22 Ordnungswidrigkeiten ein. Die meisten davon seien in der Zeit von Freitag bis einschließlich Sonntag aufgenommen worden.

Aber auch im Vorfeld waren Straftaten und Ordnungswidrigkeiten erfasst worden. Vor allem Sachbeschädigungen bildeten demnach einen Schwerpunkt. Auch sechs Fälle von Widerstand gegen die Polizei gehören dazu.

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Bei den Protesten gegen den Parteitag mit rund 31.000 Demonstranten sollen auch drei Reporter des rechtskonservativen Portals "Apollo News" körperlich angegriffen worden sein.

In diesem Fall habe die Polizei bislang vier Männer als Tatverdächtige ermittelt. Abgeschlossen sei das Verfahren bei der Kriminalpolizei bislang nicht, hieß es. 

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In Erfurt war es damals zu zahlreichen Protesten gekommen.  © Sebastian Willnow/dpa

Angriff auf Pressevertreter: Tatverdächtiger aus NRW ermittelt

Ebenfalls noch bei der Kripo liegt der Fall, in dem ein Vertreter der rechtskonservativen Zeitung "Junge Freiheit" angegriffen worden sein soll. In diesem Zusammenhang werde gegen drei Tatverdächtige ermittelt. Davon habe einer identifiziert werden können. Es handelt sich demnach um einen 35-Jährigen aus Nordrhein-Westfalen.

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Die Ermittler gehen in diesem Fall aber nicht mehr von einem Raub aus, sondern von einer möglichen gefährlichen Körperverletzung.

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