Thüringens Ministerpräsident Voigt kämpft nicht weiter um seinen Doktortitel: Das ist der Grund
Thüringen - Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (49, CDU) will nicht weiter gegen den Entzug seines Doktortitels vorgehen.
Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, erklärte Voigt am Mittwoch in Erfurt, er habe sich entschieden, den Rechtsstreit um seine Dissertation einzustellen, um seine ganze Kraft, Energie und Aufmerksamkeit den Bürgern Thüringens widmen zu können.
Die TU Chemnitz hatte Voigt den Doktorgrad im Januar aberkannt. Im Mittelpunkt standen Vorwürfe, wonach er in seiner Dissertation Quellen teilweise nicht im Original ausgewertet, sondern aus Sekundärliteratur übernommen habe.
Seinen Verzicht auf weitere Klagen begründete Voigt damit, dass ein jahrelanger Rechtsstreit viel Zeit und Aufmerksamkeit bedeuten würde.
Diese wolle er stattdessen in seine Arbeit als Ministerpräsident investieren.
Der Entzug des Doktortitels hatte auch politische Folgen, denn die AfD versuchte zweimal, Voigt deswegen im Landtag zu stürzen, scheiterte jedoch.
Titelfoto: Martin Schutt/dpa
