Geisterfahrer auf der Startbahn: Airbus sorgt am Frankfurter Flughafen für Aufregung
Frankfurt am Main - Plötzlich ging es in die völlig falsche Richtung! Ein Airbus der türkischen Fluggesellschaft Pegasus Airlines hat am Frankfurter Flughafen für einen außergewöhnlichen Zwischenfall gesorgt. Statt wie vorgesehen nach Süden rollte die Maschine auf der Startbahn in Richtung Norden. Die Fluglotsen mussten eingreifen.
Der Airbus A321 sollte am vergangenen Dienstag vom größten deutschen Flughafen in Richtung Istanbul abheben. Dafür hatte die Besatzung die Startfreigabe für die Startbahn 18 in südlicher Richtung erhalten. Doch an der vorgesehenen Auffahrt nahm das Flugzeug laut dem Luftfahrtportal "The Aviation Herald" den falschen Weg.
Die Fluglotsen bemerkten den Fehler umgehend und griffen ein. Bei einer Geschwindigkeit von 65 km/h wurde der Startvorgang gerade noch rechtzeitig abgebrochen und die Maschine anschließend von der Piste geleitet.
Dass ein Passagierflugzeug auf einer Startbahn in die falsche Richtung rollt, kommt offenbar äußerst selten vor.
Ein Sprecher der Deutschen Flugsicherung (DFS) bezeichnete den Zwischenfall gegenüber der Deutschen Presse-Agentur als "wirklich außergewöhnlich". So etwas passiere nur selten, insbesondere in Deutschland.
Eine unmittelbare Gefahr habe allerdings zu keinem Zeitpunkt bestanden. Die Fluglotsen hätten die Situation frühzeitig erkannt und unter Kontrolle gebracht.
Außergewöhnlicher Vorfall am Frankfurter Flughafen wird geprüft
Dennoch bleibt der Vorfall nicht ohne Folgen: Die Deutsche Flugsicherung hat den Fall an die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) weitergegeben. Dort wird nun geprüft, ob offizielle Ermittlungen eingeleitet werden.
Für die Passagiere endete die ungewöhnliche Situation letztlich glimpflich: Bereits sieben Minuten später hob der Airbus laut "The Aviation Herald" in die richtige Richtung ab - diesmal ohne weitere Probleme.
Titelfoto: Frank May/dpa
