Von Sandra Trauner
Frankfurt am Main - Die Grundwasser-Lage in Frankfurt und Rhein-Main ist infolge der langen Hitze- und Dürre-Periode weiter deutlich angespannt: Die gegenwärtige Abkühlung inklusive einiger Regengüsse bringt keine Entspannung!
"Wir brauchen sicher einen langanhaltenden Landregen und das über einige Wochen", sagte Hessenwasser-Geschäftsführerin Elisabeth Jreisat. Das Unternehmen versorgt etwa 60 Prozent der Bevölkerung in der Rhein-Main-Region mit Wasser, darunter die Großstädte Frankfurt, Wiesbaden und Darmstadt.
Die extreme Hitze hatte schon Ende Juni bei Hessenwasser zu einem Rekord bei der Abgabemenge geführt. Der bisherige Spitzenwert aus dem Jahr 2019 wurde überschritten. Am 25. Juni 2026 wurden 440.796 Kubikmeter Wasser entnommen, so viel wie nie zuvor in der Geschichte des Unternehmens.
Dass die Entnahmemenge trotz andauernder Hitze danach wieder sank, lag Jreisat zufolge an den Sommerferien.
Bis die Grundwasserspeicher wieder voll sind, kann es nach Angaben des Hessischen Landesamts für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) dauern. Das Landesamt rechnet im weiteren Verlauf des Sommers "jahreszeitlich bedingt mit weiter rückläufigen Grundwasser-Verhältnissen".
"Eine nachhaltige Auffüllung der Grundwasserspeicher in Hessen ist vermutlich erst wieder im kommenden hydrologischen Winterhalbjahr möglich", heißt es von dem Landesamt.