"Gen Z regelt"-Demo in Frankfurt aufgelöst: Polizei setzt Wasserwerfer ein

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Von Christian Schultz, Florian Gürtler

Frankfurt am Main - "Wir setzen unseren Wasserwerfer gegen die Störer ein", teilte die Frankfurter Polizei auf X mit. Nach Attacken mit Steinen und Böllern gegen die Ordnungshüter sei der "Gen Z regelt"-Protestzug in der Banken-Stadt aufgelöst worden. Schon davor war es mehrfach zu Störungen durch Pyrotechnik gekommen, ein Mensch wurde dabei festgenommen. Ebenso kam es im Demonstrationszug zu einer Schlägerei. Die Zahl der Teilnehmer lag bei rund 8000. Beim Start des Protestzugs waren es zunächst nur einige Hundert gewesen.

Die "Gen Z regelt"-Demonstration in Frankfurt hat am Samstagnachmittag unweit der Europäischen Zentralbank begonnen.
Die "Gen Z regelt"-Demonstration in Frankfurt hat am Samstagnachmittag unweit der Europäischen Zentralbank begonnen.  © Boris Roessler/dp

Bei den Ausschreitungen vor der Auflösung der Demonstration "wurde nach aktuellem Stand mindestens ein Polizeibeamter verletzt". Dieser werde "aktuell ärztlich behandelt".

"Es wurden gezielt Böller auf Kolleginnen und Kollegen geworfen. Wir schreiten ein, um diese Personen von den friedlichen Versammlungsteilnehmenden zu trennen", teilte das Polizeipräsidium Frankfurt zuvor über X mit.

"Wegen des wiederholten Zündens von Pyrotechnik filmen wir aktuell den mittleren Bereich des Aufzugs zum Zwecke der Dokumentation", hieß es ebenso in einer X-Mitteilung.

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Auch wurde von einer "körperlichen Auseinandersetzung" innerhalb des Demonstrationszugs berichtet.

Die Zahl der Teilnehmer lag laut Schätzung der Polizei bei rund 8000. Die Veranstalter schätzten etwa 9000 Protestierende. Sie demonstrierten gegen Wehrpflicht und für Investitionen in Bildung und Gesundheit.

Vor dem Start des Demonstrationszuges an der Weseler Werft in der Nähe der Europäischen Zentralbank (EZB) kam es laut Polizei zu einer kurzen Verzögerung, weil sich einzelne Personen vermummt hätten.

Mehrere Tausend Menschen schlossen sich dem "Gen Z regelt"-Protestzug in Frankfurt am Main an.
Mehrere Tausend Menschen schlossen sich dem "Gen Z regelt"-Protestzug in Frankfurt am Main an.  © Boris Roessler/dpa
Verbotene Pyrotechnik wurde bei der "Gen Z regelt"-Demo in Frankfurt gezündet.
Verbotene Pyrotechnik wurde bei der "Gen Z regelt"-Demo in Frankfurt gezündet.  © Florian Wiegand/dpa
Teilnehmer der "Gen Z regelt"-Demo in Frankfurt halten ein Plakat mit der Aufschrift "Lehrermangel = Zukunftsmangel" in die Höhe.
Teilnehmer der "Gen Z regelt"-Demo in Frankfurt halten ein Plakat mit der Aufschrift "Lehrermangel = Zukunftsmangel" in die Höhe.  © Florian Wiegand/dpa
Vor "Gen Z regelt"-Demo: Mehrere Geschäfte in der Frankfurter Innenstadt ließen am Freitag ihre Schaufenster vorsorglich verbarrikadieren.
Vor "Gen Z regelt"-Demo: Mehrere Geschäfte in der Frankfurter Innenstadt ließen am Freitag ihre Schaufenster vorsorglich verbarrikadieren.  © Boris Roessler/dpa

"Gen Z regelt"-Demo in Frankfurt: Polizei im Großeinsatz

Die "Gen Z regelt"-Demonstranten in Frankfurt setzen sich unter anderem für mehr Klimaschutz, Maßnahmen gegen steigende Lebenshaltungskosten und gegen eine Wehrpflicht ein.
Die "Gen Z regelt"-Demonstranten in Frankfurt setzen sich unter anderem für mehr Klimaschutz, Maßnahmen gegen steigende Lebenshaltungskosten und gegen eine Wehrpflicht ein.  © Boris Roessler/dpa

Angemeldet waren in Frankfurt für den Nachmittag zwei Kundgebungen. Laut Polizei wurde eine nach kurzer Zeit beendet und ein gemeinsamer Demozug gebildet.

Die Veranstalter appellierten an die Teilnehmer, friedlich zu bleiben. Um eventuelle Ausschreitungen zu verhindern, ist die Polizei im Großeinsatz.

Bundesweit waren für den Samstag in mehr als 30 Städten Proteste angekündigt. Die Initiative "Gen Z regelt" setzt sich unter anderem für mehr Klimaschutz ein, fordert Maßnahmen gegen steigende Lebenshaltungskosten und positioniert sich gegen eine Wehrpflicht.

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Aufgrund der befürchteten Eskalationen hatten zahlreiche Geschäfte in der Frankfurter City bereits am Freitag vorsorglich ihre Schaufensterscheiben mit Holzplatten gesichert.

Erstmeldung vom 31. Oktober, 7.15 Uhr, zuletzt aktualisiert um 19.18 Uhr.

Titelfoto: Florian Wiegand/dpa

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