"Gen Z regelt"-Demo in Frankfurt: Pyrotechnik und Schlägerei, eine Person festgenommen
Von Christian Schultz, Florian Gürtler
Frankfurt am Main - Wegen gezündeter Pyrotechnik wurde die "Gen Z regelt"-Demo am Samstag in Frankfurt von der Polizei zweimal gestoppt. Zudem kam es im Protestzug zu einer Schlägerei. Ein Mensch wurde festgenommen. Die Zahl der Teilnehmer erhöhte sich auf rund 8000. Beim Start des Protestzugs waren es zunächst nur einige Hundert gewesen.
"Im Aufzug kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung. Wir haben die Beteiligten getrennt und aktuell in einer Kontrolle", teilte das Polizeipräsidium Frankfurt über X mit.
"Wir haben den Aufzug angehalten, da erneut Pyrotechnik innerhalb des Aufzugs gezündet wurde. Eine Person wurde festgenommen", heißt es in einer weiteren X-Mitteilung.
Davor war der Protestzug schon einmal wegen entzündeter Pyrotechnik angehalten worden.
Die Zahl der Teilnehmer erhöhte sich laut Schätzung der Polizei auf rund 8000. Die Veranstalter schätzten etwa 9000 Protestierende. Sie demonstrieren gegen Wehrpflicht und für Investitionen in Bildung und Gesundheit.
Vor dem Start des Demonstrationszuges an der Weseler Werft in der Nähe der Europäischen Zentralbank (EZB) kam es laut Polizei zu einer kurzen Verzögerung, weil sich einzelne Personen vermummt hätten.
"Gen Z regelt"-Demo in Frankfurt: Polizei im Großeinsatz
Angemeldet waren in Frankfurt für den Nachmittag zwei Kundgebungen. Laut Polizei wurde eine nach kurzer Zeit beendet und ein gemeinsamer Demozug gebildet.
Die Veranstalter appellierten an die Teilnehmer, friedlich zu bleiben. Die Route des Protestmarschs führt von der Weseler Werft über den Mainkai entlang des Anlagenrings zur Kurt-Schumacher-Straße und zurück an den Main. Um eventuelle Ausschreitungen zu verhindern, ist die Polizei im Großeinsatz.
Bundesweit sind für den Samstag in mehr als 30 Städten Proteste angekündigt. Die Initiative "Gen Z regelt" setzt sich unter anderem für mehr Klimaschutz ein, fordert Maßnahmen gegen steigende Lebenshaltungskosten und positioniert sich gegen eine Wehrpflicht.
Aufgrund der befürchteten Eskalationen hatten zahlreiche Geschäfte in der Frankfurter City bereits am Freitag vorsorglich ihre Schaufensterscheiben mit Holzplatten gesichert.
Erstmeldung vom 31. Oktober, 7.15 Uhr, zuletzt aktualisiert um 17.30 Uhr.
Titelfoto: Florian Wiegand/dpa

