"Gen Z regelt" demonstriert heute in Frankfurt: Kommt es zu Gewalt in der Banken-Stadt?
Von Isabell Scheuplein
Frankfurt am Main - "Gen Z regelt" demonstriert am Samstag in Frankfurt - und Tausende Teilnehmer werden erwartet! Kommt es zu Ausschreitungen? Schon am Freitag sicherten zahlreiche Geschäfte in der Frankfurter City vorsorglich ihre Schaufensterscheiben mit Holzplatten.
Angemeldet sind zwei Demonstrationen, die größere hat die Initiative "Gen Z regelt" organisiert. Die Polizei rechnet mit einem überwiegend friedlichen Verlauf, wird aber im Großeinsatz sein.
Dass es zu Ausschreitungen wie in Frankreich kommt, davon geht auch das hessische Innenministerium nicht aus. Es gibt aber Erkenntnisse, dass rund 80 gewaltbereite Linksextremisten anreisen. Daher bleibe die Lage "angespannt".
Gefahr ausgehen könne auch von "erlebnisorientierten Jugendlichen", hatte der Frankfurter Polizeipräsident Stefan Müller erklärt. Die Bevölkerung muss sich laut Polizei auf "maximale Verkehrsprobleme" einstellen.
Die Gen-Z-Initiative setzt sich unter anderem für mehr Klimaschutz ein, fordert Maßnahmen gegen steigende Lebenshaltungskosten und positioniert sich gegen eine Wehrpflicht. Dabei lehnen die Initiatoren Gewalt ausdrücklich ab.
"Gen Z regelt"-Demo in Frankfurt startet bei Weseler Werft
"Gen Z regelt"-Proteste sind am Samstag in mehr als 30 deutschen Städten angekündigt. In Hessen sind kleinere Kundgebungen in Kassel und Eschwege geplant. Weitere sind laut Innenministerium bisher nicht bekannt, aber möglich.
Die beiden Demos in Frankfurt sollen am Samstag in zeitlichem Abstand auf der gleichen Route laufen. Beginn ist um 14 Uhr an der Weseler Werft in der Nähe der Europäischen Zentralbank (EZB).
Titelfoto: Frank Hammerschmidt/dpa
