Räumung im Fechenheimer Wald: Polizei bei Einsatz sieht große Risiken

Frankfurt am Main - Die Frankfurter Polizei sieht bei einem Einsatz vor der geplanten Rodung im Fechenheimer Wald besondere Gefahren.

Die Aktivisten hatten bereist angekündigt, das Waldgebiet im Osten Frankfurts nicht freiwillig zu räumen.
Die Aktivisten hatten bereist angekündigt, das Waldgebiet im Osten Frankfurts nicht freiwillig zu räumen.  © 5vision.media

Das liege an den dort errichteten Baumhäuser und anderer Konstruktionen, insbesondere, wenn sich dort Menschen aufhielten, sagte Polizeipräsident Stefan Müller (60) am heutigen Mittwoch.

Wenn Menschen in die Höhe kletterten, um die polizeilichen Maßnahmen zu verzögern, verursachten sie ein sehr hohes Eigenrisiko und erhöhten auch die Gefahr für Polizisten.

"Jedes einzelne Baumhaus, jede dort geschaffene Struktur birgt ein Risiko für Leib und Leben", hieß es in einer Mitteilung Müllers.

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Sicherheit stehe für ihn an erster Stelle, die Polizei werden "kein Risiko zugunsten eines schnelleren Einsatzverlaufs eingehen". Der Anspruch der Polizei sei, dass niemand verletzt werde und er erwarte, dass dies von allen Beteiligten geteilt werde, sagte Müller.

Wann mit dem Einsatz zu rechnen ist, sagte Müller nicht. Der Beginn der Räumung wird in dieser Woche erwartet.

"Jedes einzelne Baumhaus, jede dort geschaffene Struktur birgt ein Risiko für Leib und Leben", sagte Frankfurts Polizeipräsident Stefan Müller (60).
"Jedes einzelne Baumhaus, jede dort geschaffene Struktur birgt ein Risiko für Leib und Leben", sagte Frankfurts Polizeipräsident Stefan Müller (60).  © Arne Dedert/dpa

Aktivisten wollen Wald nicht verlassen, um A66-Bau zu verhindern

Die Aktivisten, die sich in dem Waldstück aufhalten, bekräftigten in einer Mitteilung in der Nacht auf Mittwoch, dass sie das Waldgebiet im Osten Frankfurts nicht verlassen wollen. Dort soll die A66 weitergebaut und mit dem geplanten Riederwaldtunnel an die A661 angeschlossen werden.

Der Landesvorsitzende der Linken Hessen Jakob Migenda (28) kritisierte, dass es angesichts der Klimakrise untragbar sei, dass eine Autobahnverlängerung nach Plänen von Anfang der 1970er Jahre auf Kosten des Waldes im Osten Frankfurts durchgesetzt werden solle.

Titelfoto: 5vision.media

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