Von Ina Welter
Frankfurt am Main - Am Flughafen Frankfurt haben laut Bundespolizei rund 300 Menschen gegen Abschiebungen und Abschiebehaft demonstriert.
"Wir wenden uns gegen jegliche Infrastruktur hinter Abschiebungen und fordern Bewegungsfreiheit für alle Menschen", so eine Sprecherin des Netzwerks "We'll come united", das gemeinsam mit regionalen Akteuren zu den Protesten aufgerufen hatte.
Die Organisatoren kritisieren darüber hinaus die "Planungen für Massenabschiebungen", wie der hessische Flüchtlingsrat auf seiner Webseite schreibt.
In Frankfurt richten sich die Proteste laut "We'll come united" auch konkret gegen ein geplantes "Abschiebeterminal", mit dem die Kapazitäten für Abschiebungen massiv erhöht werden sollen.
Das Geld, das für Abschiebungen ausgegeben werde, sollte stattdessen in Maßnahmen zur Integration geflüchteter Menschen investiert werden, sagte eine Sprecherin des Netzwerks.
Die Demonstration ist Teil bundesweit koordinierter Proteste an Flughäfen, unter anderem in Berlin, Düsseldorf, Leipzig/Halle und Köln/Bonn. Auswirkungen auf den Flugbetrieb hatte die Demonstration in Frankfurt nach Angaben der Bundespolizei nicht.