Terminal 2 am Frankfurter Flughafen dicht - und das für mehrere Jahre
Von Lea Winkler
Frankfurt am Main - Kaum hat das Terminal 3 am Frankfurter Flughafen geöffnet, schließt das Terminal 2. Der Bereich wird grundlegend erneuert und bleibt für einige Jahre außer Betrieb. Für Passagiere soll sich dann viel ändern.
Der Betreiber Fraport nimmt das Terminal am größten deutschen Airport ab Dienstag planmäßig für Renovierungsarbeiten außer Betrieb.
Nach inzwischen mehr als 30 Jahren intensiver Nutzung bestehe an dem Terminal "ein hoher Sanierungsbedarf", teilte der Konzern mit. Die Wiederinbetriebnahme sei dementsprechend für Mitte der 2030er-Jahre geplant. Dann soll laut Fraport der Passagierbetrieb mit mehr als zehn Millionen Fluggästen pro Jahr wieder anlaufen.
Fraport beziffert die Investitionen auf 1,5 Milliarden Euro. "Das modernisierte Terminal 2 wird ein zentraler Baustein unseres künftigen Hub-Systems sein – mit modernen Abläufen, hoher Flexibilität und einem deutlich verbesserten Reiseerlebnis für unsere Gäste", sagte Pierre Dominique Prümm, Vorstandsmitglied bei Fraport, laut Mitteilung.
Hauptbaumaßnahmen sind für 2030 vorgesehen. Bis dahin laufen Vorbereitungen und eine detaillierte Bauplanung. Sicherheitsrelevante Systeme und die technische Gebäudeausrüstung sollen vollständig erneuert werden. Zudem wird die Infrastruktur grundlegend überarbeitet, darunter Aufzüge und Fahrtreppen sowie Sanitär- und Büroflächen.
Terminal 2 am Frankfurter Flughafen: Es soll einiges verbessert werden
Die Sicherheitsprozesse will Fraport optimieren: Geplant sind zentralisierte Sicherheitskontrollen, eine effizientere Passagierführung und eine flexiblere Nutzung sämtlicher Geschäfte vor Ort.
Die im Terminal 2 ansässigen Fluggesellschaften sind bereits schrittweise in Terminal 3 umgezogen.
Einzelne, wichtige Infrastrukturbereiche bleiben aber in Betrieb, etwa die Gepäckförderanlage, die Tiefgarage und die Skyline-Station des Flughafens.
Letztere ist derzeit allerdings außer Betrieb. Grund ist eine technische Überholung. Sobald die Anlage wieder einsatzbereit ist, soll sie nach Angaben einer Sprecherin auch das Terminal 2 erneut anfahren.
Damit bleibt die Verbindung zwischen Terminals am mit Abstand größten internationalen Luftfahrtdrehkreuz in Deutschland grundsätzlich erhalten: Transitpassagiere, die von Terminal 1 nach Terminal 3 weiterreisen, können dann wieder über Terminal 2 mit der Transitbahn fahren. Aktuell ist der Transitverkehr über Ersatzbusse gesichert.
Titelfoto: Arne Dedert/dpa

