Biker flüchtet mit 230 km/h vor der Polizei und kracht in Transporter
Hamburg - Da hatte wohl einer keine Lust auf die Polizei! Ein 23 Jahre alter Mann ist am Dienstagabend auf seinem Motorrad im Hamburger Süden vor einer Zivilstreife geflüchtet und dabei in einen Transporter gekracht. Sein Abhauen hatte "gute" Gründe.
Wie ein Polizeisprecher auf TAG24-Nachfrage erklärte, war der Biker den Beamten gegen 21.24 Uhr zunächst auf der A1 aufgefallen. Dort war der 23-Jährige mit 110 km/h statt der erlaubten 60 km/h unterwegs gewesen.
Anschließend setzte er seine Fahrt auf der B75 fort, wo er sämtliche Forderungen zum Anhalten durch die Polizei ignorierte. Stattdessen drückte er ordentlich aufs Gas, die Tachonadel zeigte 230 Sachen an, obwohl nur 80 km/h erlaubt waren.
An der Anschlussstelle Wilstorf verließ er überraschend die Stadtautobahn und wollte auf der gegenüberliegenden Fahrbahn wieder auf die B75 auffahren.
Dabei krachte der Mann mit seinem Motorrad allerdings in einen Polizeitransporter, der die Auffahrt versperrte, und stürzte. Er blieb unverletzt und setzte seine Flucht auf zwei Beinen fort. In der Straße Reeseberg konnten die Beamten den 23-Jährigen schließlich fassen.
Nach einer Kontrolle wurde der Mann wieder entlassen. Nun wird gegen ihn wegen des Verdachts eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens als Alleinfahrer sowie des Fahrens ohne erforderliche Fahrerlaubnis ermittelt.
Da durch die wilde Fahrt eventuell andere Verkehrsteilnehmer geschädigt worden sind, sucht die Polizei nach Zeugen. Hinweise werden unter der Telefonnummer 040-4286-56789 oder auf einem Revier entgegengenommen.
Erstmeldung, 30. September, 9.37 Uhr; aktualisiert um 14 Uhr.
Titelfoto: Lenthe-Medien/Apelt
