Kurz zuvor war die Polizei in seinem Haus: Mann würgt Frau auf dem Weg zur Arbeit bewusstlos

Hamburg - Heftiger Angriff am frühen Freitagmorgen: Eine 58-jährige Frau soll in Hamburg-Harburg auf dem Weg zur Arbeit von einem 21-jährigen Mann verfolgt, getreten und bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt worden sein. Jetzt ermittelt die Mordkommission und sucht Zeugen.

Die Polizei traf den Tatverdächtigen nach Hinweisen von Zeugen an. (Symbolfoto)  © Marijan Murat/dpa

Nach bisherigen Erkenntnissen hatte die Frau gerade ihr Wohnhaus verlassen, als sie wenig später bemerkte, dass ein Mann ihr folgte.

Wie die Polizei mitteilte, soll der Verfolger die Dame gegen 4.50 Uhr in der Julius-Ludowieg-Straße plötzlich angegriffen und mit Schlägen und Tritten auf sie eingewirkt haben. Anschließend würgte er sie offenbar so lange, bis sie das Bewusstsein verlor.

Als die 58-Jährige allmählich wieder zu sich kam, fehlte von dem Täter jedoch jede Spur. Trotz ihrer Verletzungen schaffte es die Frau, sich zum nächsten Polizeikommissariat zu schleppen und erstattete dort Anzeige.

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Eine Rettungswagenbesatzung brachte sie schließlich zur medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus. Während die Polizei den Angriff aufnahm, hatten Zeugen Kontakt zu den Einsatzkräften aufgenommen.

Sie gaben an, ganz in der Nähe des Tatorts einen Mann bemerkt zu haben, der sich offenbar in einem psychischen Ausnahmezustand befand. Sofort rückten die Einsatzkräfte aus. Und tatsächlich: Vor Ort trafen die Beamten auf den 21-jährigen Tatverdächtigen und nahmen ihn in Gewahrsam.

Daraufhin wurde der Mann mit einem Rettungswagen in die psychiatrische Abteilung eines Krankenhauses gebracht. Später stellte sich heraus, dass der Tatverdächtige sogar im selben Mehrfamilienhaus lebe, wie die 58-jährige Frau.

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Hamburg: Tatverdächtiger löste kurz vor dem mutmaßlichen Angriff einen anderen Einsatz aus

Vor der mutmaßlichen Attacke war der Tatverdächtige den Beamten bereits bei einem anderen Einsatz aufgefallen. (Symbolfoto)  © Marcus Brandt/dpa

Und tatsächlich sei es nicht das erste Mal gewesen, dass der 21-Jährige mit der Polizei zu tun hat. So soll der junge Mann bereits kurz vor dem mutmaßlichen Angriff einen anderen Einsatz ausgelöst haben. Dabei soll er in seinem Wohnhaus randaliert haben und den Beamten vor allem durch sein Verhalten aufgefallen sein.

Eine Eigen- oder Fremdgefährdung wurde zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht festgestellt. Der Mann blieb deshalb zunächst in seiner Wohnung.

Aufgrund des jüngsten Vorfalls soll der Tatverdächtige nun dem Untersuchungsgefängnis zugeführt werden. Dort entscheidet ein Haftrichter über das weitere Vorgehen.

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Zudem bittet die Polizei um Zeugen, die im Zusammenhang mit der Tat Beobachtungen gemacht haben, sich bei der Polizei Hamburg unter 040/4286-56789 zu melden. Alternativ können sich Hinweisgeber an jede Polizeidienststelle wenden.

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