Von Alexandra Kiel und Alice Nägle
Hamburg - Auf dem Hamburger Sommerdom haben am Dienstagabend 23 Fahrgäste des Kettenkarussells Nordic Tower rund drei Stunden in knapp 30 Metern Höhe festgesessen.
Das Fahrgeschäft war am späten Dienstagabend gegen 21 Uhr wegen eines Defekts stehen geblieben, wie die Polizei mitteilte.
Feuerwehr und Polizei waren mit einem Großaufgebot vor Ort, um das Karussell wieder auf den Boden zu bringen und Panik unter den Fahrgästen zu vermeiden.
Nach Angaben eines Reporters vor Ort befanden sich die Menschen etwa 30 Meter über dem Boden.
Der Einsatz habe etwa rund drei Stunden in Anspruch genommen. So lange seien die Fahrgäste in den Hängesitzen des Kettenkarussells festgesessen.
Die Feuerwehr habe mithilfe einer Drehleiter Kontakt zu den festsitzenden Menschen aufgenommen, erklärte Markus Jostes von der Feuerwehr Hamburg.
TÜV prüft Ursache für Defekt an Kettenkarussell
Erst nach Mitternacht gelang es, das Fahrgeschäft wieder in Gang zu setzen.
"Glücklicherweise ist der erste von uns angedachte Weg geglückt. Das heißt also, dass das Fahrgeschäft einfach wieder zurück zum Boden gefahren wurde und die Personen dann dort aussteigen konnten", so Jostes.
Die Betroffenen blieben nach Angaben eines Polizeisprechers sowie der Feuerwehr unverletzt.
Maximilian Hans Müller, Bundesfachberater für Rundfahrgeschäfte vom Dachverband des Schaustellerbunds erklärte zu dem Vorfall: "Die Karussellanlage verfügt über eine Fahrstuhlbremse, so wie wir sie aus jedem Kaufhaus kennen. Beim Herablassen der Anlage hat die Fahrstuhlbremse gegriffen. Warum sie trotz eines Nichtnotfalls gegriffen hat, das muss morgen eruiert werden."
Nun solle unter anderem der TÜV prüfen, wie es zu dem Zwischenfall kommen konnte. Insgesamt waren 45 Feuerwehrkräfte im Einsatz.