Auf S-Bahn-Steig: Mann schlägt Bundespolizisten plötzlich mitten ins Gesicht
Hamburg - Am frühen Samstagmorgen griff ein Mann plötzlich eine Streife der Bundespolizei am S-Bahnhof Reeperbahn an.
Gegen 4.10 Uhr am Samstagmorgen habe ein 26-jähriger Mann auf dem Bahnsteig des S-Bahnhofs Reeperbahn einem Bundespolizisten gegenüber erheblichen Widerstand geleistet, teilte die Bundespolizei Hamburg mit.
Eigentlich war eine Präsenzstreife auf dem Bahnsteig unterwegs, um einen lauten Streit zwischen vier Personen zu schlichten. Doch plötzlich kam ein 26-jähriger Mann, der nicht am Streit beteiligt war, dazu, griff in die polizeilichen Maßnahmen ein und schrie herum.
Deswegen erhielt der Mann einen Platzverweis, doch der 26-Jährige weigerte sich zu gehen. Die eingesetzten Bundespolizisten, 29 Jahre und 34 Jahre alt, wollten den Platzverweis daraufhin durchsetzen und den Mann aus dem Einsatzbereich schieben.
Dabei leistete der Mann so dollen Widerstand, dass er dem 29-jährigen Bundespolizisten mit der Faust ins Gesicht schlug. Danach flüchtete er in eine abfahrbereite S-Bahn.
Festgenommener beleidigt Polizisten und tritt um sich
Eine weitere Bundespolizeistreife wurde angefordert. Die nun inzwischen vier Bundespolizisten konnten den Mann in einer S-Bahn zu Boden bringen, fesseln und festnehmen.
Der leicht alkoholisierte Mann kam in Gewahrsam auf das Bundespolizeirevier Altona. Auch währenddessen leistete der Tatverdächtige weiterhin Widerstand: Der Mann trat die Polizisten und beleidigte sie.
Nachdem eine erkennungsdienstliche Behandlung durchgeführt wurde und der Mann sich ausreichend beruhigt hatte, wurde der 26-Jährige aus dem Gewahrsam entlassen, da keine Haftgründe bestanden.
Nun wurden gegen den Beschuldigten Strafverfahren wegen des Verdachts der "Körperverletzung, Beleidigung, tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte" eingeleitet.
Die weiteren Ermittlungen dauern an.
Titelfoto: Bildmontage: Marcus Brandt/dpa, Sven Hoppe/dpa

