Kunst ohne Berührungsängste: Hier stehen die Preise dran
Hamburg - 90 Galerien, große Namen und Kunstwerke ab 100 Euro: Vom 5. bis 8. November findet die 14. Hamburger Ausgabe der "Affordable Art Fair" in Halle A3 der Hamburger Messe statt. Wie gewohnt verfolgt die größte Kunstmesse Norddeutschlands das Ziel, zeitgenössische Kunst ohne Berührungsängste zugänglich und auch für kleinere Budgets erschwinglich zu machen. Neu in diesem Jahr sind eine begehbare Wasserinstallation und ein eigenes Areal für Skulpturen.
Die Preise liegen zwischen 100 und 10.000 Euro, jedes Werk ist transparent ausgezeichnet. Damit richtet sich die Messe bewusst nicht nur an erfahrene Sammler, sondern ausdrücklich auch an Menschen, die sich erstmals mit dem Kunstkauf beschäftigen.
"Kunst begegnet den meisten Menschen heute zuerst auf einem Bildschirm – als Bild unter tausend anderen", so Messedirektor Oliver Lähndorf (52).
"Wir wollen unser Publikum zurückholen vor die Werke selbst und ihnen zeigen, dass die Kunstwelt zugänglicher ist, als sie auf den ersten Blick erscheint."
Weder ein Kunststudium noch ein großes Budget seien nötig, um sich auf Kunst einzulassen. Wer sich in ein Werk verliebe, müsse es zudem nicht beim Betrachten belassen, sondern könne es direkt kaufen und mit nach Hause nehmen.
Mit dabei ist auch wieder die "Unter-1000-Euro-Wand". Zudem sollen kostenlose Führungen dabei helfen, sich im umfangreichen Angebot zurechtzufinden.
"Affordable Art Fair" in Hamburg: Diese Neuheiten erwarten die Besucher
Eine Neuheit erwarte die Besuchenden in diesem Jahr direkt im Eingangsbereich: die Installation "Pool Painting" des Berliner Künstlers Christian KERA Hinz.
Das Besondere daran: Die mit Wasser geflutete, künstlerisch gestaltete Fläche darf betreten werden. So wird das Publikum selbst Teil der Installation.
Auch dreidimensionale Arbeiten rücken stärker in den Fokus. Erstmals widmet die Messe Skulpturen ein eigenes Areal, um nach eigenen Angaben Kunst noch unmittelbarer erlebbar zu machen und unterschiedlichen künstlerischen Perspektiven mehr Raum zu geben.
Die Aussteller reisen dafür unter anderem extra aus Großbritannien, den USA, Südkorea und Japan an. Insgesamt 24 Galerien sind erstmals bei der Hamburger Ausgabe vertreten.
Elf Galerien kommen dabei direkt aus der Hansestadt, darunter die Affenfaust Galerie, die Galerie Schimming und die Galerie Holthoff.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Nachwuchsausstellung "Common Ground". Auf 44 Quadratmetern treffen die Arbeiten von Lulu MacDonald, Jianan Ning und Julia Nordholz aufeinander. Alle drei Künstlerinnen und Künstler leben in Hamburg und beschäftigen sich mit einer gemeinsamen Frage: Wie steht der Mensch zu der Natur, von der er lebt?
Gegründet wurde die "Affordable Art Fair" 1999 vom Londoner Galeristen Will Ramsay. Inzwischen findet das Messeformat auf vier Kontinenten in 16 Metropolen statt. Der erste deutsche Standort wurde 2012 in Hamburg eröffnet. Mit jährlich rund 20.000 Besucherinnen und Besuchern hat sich die Veranstaltung als größte Kunstmesse Norddeutschlands etabliert. Seit 2024 gibt es das Format auch in Berlin.
Die "Affordable Art Fair" findet vom 5. bis 8. November in Halle A3 der Hamburger Messe statt. Tickets ab 18 Euro unter affordableartfair.de.
Titelfoto: David Reineke

