Hamburg - Viele Haushalte in Hamburg hatten am Mittwoch wenig bis gar kein Wasser. Grund dafür waren zwei Wasserrohrbrüche in der Fuhlsbüttler Straße (Hamburg Nord) sowie Amsinckstraße (Altstadt). Inzwischen wurde die Trinkwasserversorgung weitgehend wieder hergestellt.
Die Trinkwasserversorgung ist am Abend nach den Rohrbrüchen in der Amsnickstraße und in der Fuhlsbüttler Straße weitgehend wiederhergestellt, teilte Hamburg Wasser mit. Die Versorgung sei inzwischen in weiten Teilen der betroffenen Gebiete gesichert.
Auch der Netzdruck wurde stabilisiert und wieder auf das reguläre Niveau gebracht, hieß es. Allerdings könne es im Zuge dessen zu Trübungen des Leitungswassers kommen. Diese seien jedoch gesundheitlich unbedenklich.
"Veränderte Fließrichtung sowie Druckschwankungen innerhalb des Leitungsnetzes können dazu führen, dass sich natürliche Eisen- und Kalkablagerungen, die an den Rohrinnenwänden anhaften, lösen und zu einer bräunlichen Verfärbung des Wassers führen", erklärte Hamburg Wasser.
Einzelne Haushalte in der Fuhlsbüttler Straße seien noch von Einschränkungen betroffen. Für die Anwohner habe Hamburg Wasser zwei Wasserwagen zur Notversorgung bereitgestellt.
Außerdem wurden beide Schadensstellen vom Versorgungsnetz getrennt und gesichert. Gleichzeitig würden die ersten Untersuchungen zur Schadensursache laufen.
Verkehrschaos vorprogrammiert: Straßensperrungen dauern an
Trotzdem kommt es weiterhin zu Verkehrsbeeinträchtigungen: Die Fuhlsbüttler Straße wurde in Folge des Rohrbruchs auf Höhe der Schadensstelle zunächst voll gesperrt.
Auch im Bereich der Amsinckstraße kommt es weiterhin zu Verkehrsbehinderungen. Stadteinwärts ist die Straße komplett gesperrt, auch ein Abbiegen in den Wallringtunnel ist nicht möglich. In Richtung stadtauswärts bleibt die Straße befahrbar.
Es komme in beiden Bereichen zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Deswegen soll das Gebiet weiterhin möglichst weiträumig umfahren werden, so die Feuerwehr.
Wie lange die Straßensperrungen andauern, sei derzeit noch unklar.
Angriff auf kritische Infrastruktur unwahrscheinlich
Über die NINA-WarnApp meldete die Polizei Störungen bei der Wasserversorgung in den Bezirken Wandsbek, Hamburg-Nord und Mitte.
Durch die Rohrbrüche war eine Transportleiter betroffen, das führte zu einem Druckabfall und in der Folge dazu, dass wenig bis gar kein Wasser in den Haushalten der betroffenen Bezirke ankam.
Warum es parallel gleich zu zwei Rohrbrüchen kam, dazu lägen derzeit noch keine Hinweise vor. Von einem gezielten Angriff auf kritische Infrastruktur gehe man zunächst aber nicht aus, betonte eine Sprecherin von Hamburg Wasser auf TAG24-Nachfrage.
Gerade an der betroffenen Stelle in der Amsinckstraße sei ein solches Szenario sehr unwahrscheinlich. "Wenn man sabotieren wollen würde, müsste man die Straße absperren und sich in den Boden einbohren, um die Leitung kaputt zu kloppen - das halten wir für unwahrscheinlich", so die Sprecherin.
Rohrbrüche hinterlassen Schäden: Keller und Tiefgaragen vollgelaufen
In den betroffenen Bereichen stand nicht nur Wasser auf den Straßen, sondern drang auch in Tiefgaragen und Keller ein, teilte die Feuerwehr mit. Auch Absackungen unterhalb der Fahrbahn im Bereich der Amsinckstraße wurden festgestellt.
Verletzt wurde nach aktuellen Erkenntnissen niemand. Die Hamburger Feuerwehr sperrte die gefährdeten Bereiche ab und kontrollierte die betroffene Gebäude- und Tiefgaragenbereiche.
Die Arbeiten dauern derzeit weiter an. Rund 40 Feuerwehrleute sind im Einsatz.
Erstmeldung: 16 Uhr, zuletzt aktualisiert: 21.33 Uhr.