Zu wenig gegen das Artensterben unternommen: BUND kritisiert Hamburger Senat

Hamburg - Die Naturschutzorganisation BUND fordert vom Hamburger Senat ein schnelles Handeln zur Verbesserung der Lebensräume und zum Schutz der Biodiversität. Die Bemühungen der Hansestadt gegen das Artensterben reichten nicht aus.

Eine Hummel fliegt an eine Blüte auf einer Wildblumenwiese im Hamburger Park "Planten un Blomen". Schon vier Quadratmeter Wildblumenwiese in einem Garten können eine wertvolle Oase für Insekten sein.
Eine Hummel fliegt an eine Blüte auf einer Wildblumenwiese im Hamburger Park "Planten un Blomen". Schon vier Quadratmeter Wildblumenwiese in einem Garten können eine wertvolle Oase für Insekten sein.  © Marcus Brandt/dpa

Dies teilte der BUND Hamburg am Sonntag anlässlich des Tags der biologischen Vielfalt am 22. Mai mit. Auch in der Hansestadt zeige sich der Artenschwund immer offensichtlicher und das Insektensterben habe weitreichende Folgen.

Insekten etwa seien nicht nur essenziell für den Erhalt der Wildpflanzen, sondern auch Nahrungsgrundlage für viele Arten. Beobachtungen des BUND zufolge verhungern immer häufiger Jungvögel in ihren Nestern, weil die Vogeleltern nicht genug Insekten finden.

Auch wenn sich schon einiges getan habe, gibt es nach Ansicht der Naturschützer noch viele Gelegenheiten für Verbesserungen in Hamburg.

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Das Großprojekt "Natürlich Hamburg" etwa, das mehr Natur in Hamburgs Parkanlagen ermöglichen soll, muss nach Ansicht des BUND konsequent umgesetzt werden, um Biodiversität zu fördern.

Für die Moore: "Klimaschutz durch Torfvernässung muss konsequent erfolgen!"

Auch eine Strategie zur Entsiegelung von Flächen stehe noch aus. "Hamburg hat noch weitere Pflichten und Möglichkeiten. Eine tierschonende Pflege von Wiesen muss mindestens in Naturschutzgebieten umgehend eingerichtet werden.

Klimaschutz durch Torfvernässung muss konsequent erfolgen, auch um den besonderen Lebensraum Moor mit allen darin lebenden Arten zu erhalten", teilte der BUND weiter mit.

Titelfoto: Marcus Brandt/dpa

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